Jugendliche planen Open-Air-Festival im Eupener Ortsteil Nispert

trakasspaDrei junge Männer sitzen im Hinterhof des baldigen Veranstaltungsortes Schützenwiese Nispert. Die Rede ist von den „Trakasspa“-Gründern Jody Braun (23), Daniel Dosquet (24) und Danny Piel (26). Durch gemeinsame Freunde haben sie sich kennengelernt und planen nun ein Eupener Event, das alles bieten soll, was Eupen bisher noch nicht kannte.

Text und Fotos: Mandy Hermanns
Hallo zusammen. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie mal nicht für „Trakasspa“ planen?
Piel: Beruflich bin ich ebenfalls in der Event-Branche tätig. Ich arbeite zurzeit für das Triangel in St. Vith und möchte mit unserem Event auch in Eupen die Leute zu einer guten Party mobilisieren. Jody und Daniel waren aber mehr die Ideengeber.
Braun und Dosquet: Wir haben beruflich gar nichts mit Eventmanagement zu tun, aber auch wir gehen gerne auf gute Partys und wollen in Eupen endlich etwas Anspruchsvolleres starten. Es ist deshalb super, dass wir Danny mit ins Boot holen konnten. Über ihn haben wir die Möglichkeit, die Sache ganz legal abzuwickeln und noch wichtiger: Er hat das nötige Hintergrundwissen.Das klingt nach einer Menge Arbeit. War es das auch?
Alle: Ohja. Die Planungsphase hat bereits vorigen Sommer begonnen bzw. da war die erste Idee präsent. Der Name ist dann irgendwann mal auf dem Marktplatz bei einem Bierchen entstanden. Da Daniel französischsprachig ist und wir deutschsprachig, mischen wir ab und zu auch schon mal Wörter und „Trakasspa“ kam da schon mal öfter vor… Was wir mit der Wortschöpfung sagen wollen: „Mach dir einfach keine Sorgen, genieß das Hier und Jetzt, vergiss` den Alltag und lass es dir gut gehen.“ Also all die Dinge, die man auf unserem Event machen soll.

Piel: Wir haben uns auch mit dem Bürgermeister, dem Gemeindekollegium und der Polizei zusammengesetzt. Das war aus meiner Sicht ein sehr aufschlussreiches Gespräch, sodass alle Seiten zufrieden gestimmt werden konnten. Die Stadt Eupen stellt deshalb sogar eine Wiese als Parkmöglichkeit zur Verfügung – also zeitig da sein! Der Parkplatz wird natürlich ausgeschildert.Wieso haben Sie sich für den Käfer als Logo entschieden?
Braun: Den Käfer hat meine Schwester, Jenny Braun, gestaltet, wie auch die ganzen anderen Werbemittel. Der Käfer symbolisiert die Freiheit und die Gelassenheit. Unser Ziel ist, dass irgendwann der Käfer sofort mit Trakasspa in Verbindung gebracht wird und die Typografie gar nicht mehr notwendig ist.

Erzählen Sie doch mal etwas über das Event…
Alle: Der Veranstaltungsort ist auf der Schützenwiese in Nispert. Am 26 Juli ab 14 Uhr nachmittags geht es los. Das ist zwar ungewöhnlich, aber mit Absicht so gewählt. Wir wollen den Nachmittag mit gutem Wetter nutzen, viele Leute zusammenzubringen und bis zur offiziellen Sperrstunde ausklingen zu lassen. Dabei unterstützen uns insgesamt fünf DJs aus der Region. Davon werden Vier Outdoor spielen und einer abends dann Indoor – wenn es halt was kälter wird oder das Wetter vielleicht doch nicht so mitspielen sollte.

Piel: „Trakasspa“ wird allerdings nicht das einzige Event bleiben – auch für den Winter sind Events geplant. Es soll etwas Kontinuierliches draus werden.
Braun: Wer Up-to-Date bleiben möchte, sollte uns auf Facebook ein „Like“ schenken oder unseren QR-Code einscannen. Dort posten wir Woche für Woche neue Specials.Was erwartet einen für  Musik, für Aktivitäten und für Menschen?
Braun: Es ist für absolut jeden etwas dabei. Beginnen wollen wir den Nachmittag mit Chill-Musik, also völlige Wohlfühlatmosphäre und ein nettes Beisammensein. Über Tag gibt es deshalb ein Warm-Up und abends geht es dann richtig ab. Musikgenres von Hip-Hop über Electronic, alles ist vertreten.

Dosquet & Piel: Aktivitäten gibt es auch mehrere. So bietet unser Sponsor „Injoy“ mehrere Vorführungen an. Auch Bierpong oder eine Chillzone wird es geben. Es gibt Hamburger und Süßigkeiten zu kaufen. Ein weiteres Spezial-Angebot ist unsere 18 Meter lange Wasserrutsche – deshalb unbedingt Shorts und Bikini einpacken – für Garderoben und Duschen ist gesorgt. Und falls natürlich die Sonne scheint: Sonnencreme nicht vergessen.
Braun: All das soll natürlich ein Anreiz sein, schon nachmittags zu kommen und nicht erst wenn die Party schon fast vorbei ist. Wir hoffen natürlich, dass Menschen jeden Alters da sein werden, von 18 Jahren bis 30 Jahren aufwärts.Wie viele Personen erwartet Ihr? Was sind eure Erwartungen und Befürchtungen?
Alle: Hoffentlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern Sonne pur! Sollte das Wetter dennoch mal nicht mitspielen, können wir auf das Zelt ausweichen – für alle Notlagen ist gesorgt. Auch Security ist vor Ort, deshalb machen wir uns da gar keine Sorgen. Wir hoffen natürlich mit mindestens 400 Personen. Wenn es mehr werden, sind wir natürlich sehr zufrieden.

Mehr Infos auf www.facebook.com.
Eintritt: VVK: 7 Euro; AK: 9 Euro.
Bons: 1,6 Euro
Plakat_5

Star Wars erobert Frankfurter Flughafen – Fraport bleibt gelassen

Gewaltige “Kampfläufer” auf dem Vorfeld und der “Todesstern” am Frankfurter Himmel: Das böse Imperium aus dem Science-Fiction-Epos “Star Wars” hat in einem YouTube-Video den Frankfurter Flughafen erobert. Sehr zum Genuss der Internet-Nutzer, die das 73-Sekunden-Filmchen bis Montagmittag schon fast eine Million Mal geklickt hatten. Der Flughafen-Betreiber Fraport – nach der Übernahme nun “Starport” – blieb angesichts der fiktiven Invasion gelassen: “Da stehen wir drüber”, sagte ein Sprecher.

Bei YouTube eingestellt hat das Video ein gewisser Frank Wunderlich, der die Sequenz als Sammlung unveröffentlichter Aufnahmen aus dem kommenden Star-Wars-Film bezeichnet. Die Aufnahmen zeigen den größten deutschen Flughafen mit Star-Wars-Gerätschaften. Unter anderem weist ein Autobahnschild auf den “Imperial Starport Frankfurt” hin, Raumschiffe landen zwischen Flughafenbussen.

“Da es sowas von offensichtlich ist, dass es Fiktion ist, gibt es keinen Grund für uns, dagegen vorzugehen”, sagte der Sprecher. Normalerweise störe Fraport die Veränderung des Markennamens, aber dies sei eine Ausnahme: “Es ist ja auch nicht imageschädigend.” Das Video kursiere bereits in der Pressestelle, auch bei anderen Mitarbeitern finde es wohl Beachtung: “Es ist ein schöner Hingucker, wirklich sehr aufwändig gemacht.” Gefilmt habe der Urheber wohl von öffentlichen Plätzen aus: “Da wo das Vorfeld zu sehen ist – das sieht schwer nach Besucherterrasse Terminal 2 aus.” (dpa)

App auf’s Festival

Die Festivalsaison ist gestartet – ­allerhöchste Zeit, sich um die richtige Ausstattung zu sorgen. ­Keine Frage: Zelt, Isomatte und Gaskocher ­gehören ins Gepäck. Doch in manchen Momenten kommt es auch auf die kleinen Helfer an.

Von Lena Klimkeit, dpa

9_20120728_tml12-kevin_023-3027Fotos: Tomorrowland

Kater, Ohrenschmerzen und Unwetter – sie gehören zum Festivalwochenende wie gute Musik und Feierei mit Freunden. Wieso nicht einfach mal den App-Store nach kleinen Helfern gegen die Spaßkiller durchsuchen? Auch vorinstallierte Apps auf dem Smartphone können richtig nützlich werden – vorausgesetzt, der Akku ist voll und der Empfang gut. Zum Glück gibt es auf Festivals mittlerweile Ladestationen. Und einige Apps funktionieren auch offline. Ein Überblick:

Promille-Rechner

Kontrollierter Alkoholgenuss auf dem Festival? Wer seine Grenzen nicht erst am nächsten Morgen spüren will, kann ohne Pusten mit etwa mit der App „Promille Rechner“ überprüfen, wie hoch sein Alkoholpegel ungefähr ist. Grundlage für die Berechnung ist die Körpergröße, das Gewicht und das Alter des Trinkenden sowie der Alkoholgehalt des Getränks und die konsumierte Menge. „IntelliDrink“ alarmiert sogar per Push-Nachricht, wenn der gewünschte Pegel unterschritten ist. Na dann: Bier nachlegen und Prost!

Zelt-Finder

Die größte Kunst nach einem langen Festivaltag: das eigene Zelt im Dunkeln wieder erkennen. Die Bezahl-App „Tentfinder“ soll genau das vereinfachen. Doch die Kombination aus Handy-Taschenlampe und Kartendienst lotst einen genauso gut: Auf dem Campingplatz einfach die Koordinaten des Zelts anzeigen lassen und speichern, so dass sie beim Öffnen der App auf Festivalgelände wieder abrufbar sind. Bei „Google Maps“ kann man die Kartendaten für den gewünschten Radius speichern, um sie auch offline einzusehen.
Tomorrowland13

Dezibel-Messer

Wer seine Ohrstöpsel vergessen hat, aber dennoch ohne Ohrenschmerzen so nah wie möglich an die Bühne möchte, kann sich am Ausschlag einer Dezibel-App wie „Decibel 10th“ oder „Sound Level Meter“ orientieren. Zwischen 40 bis 60 Dezibel misst ein normales Gespräch, so manches Rockkonzert kann die Schmerzgrenze von 110 Dezibel klar überschreiten. Dabei gilt: Die Messwerte sind keineswegs exakt! Um sich ein Bild über die Festival-Lautstärken zu machen, reichen sie alle mal.

Musik-Erkenner

Oft genug kommen einem unbekannte Songs auf Festivals zu Ohren. Wer das Lied später wiederfinden will, sucht meist lange. Abhilfe können Musikerkennungs-Apps schaffen: „Shazam“ oder „TrackID“ liefern in Sekundenschnelle Titel und Interpret der laufenden Stücke. Wer direkt mitsingen will, kann auch „Genius“ anschalten. Wie hoch die Trefferquote ist, hängt natürlich von der Tonqualität und Nebengeräuschen ab. Außerdem nutzen viele Bands den Festivalauftritt, um noch unveröffentlichte Songs zu präsentieren. So gehört immer auch etwas Glück zum Titelfinden.

Wetter-Dienste

Es gibt nichts Ärgerlicheres als in kurzer Hose und T-Shirt mitten in der Menge zu tanzen und vom Platzregen überrascht zu werden. Vorbeugen kann der kurze Blick auf die vorinstallierte Wetter-App: Wenn Regen droht, einfach schnell das Cape einstecken und los. Wer das vergisst, kann sich bei Diensten wie „WetterWarner“ durch Push-Nachrichten über die Wetterlage auf dem Laufenden halten lassen und gewarnt werden, wenn nach brütender Hitze ein Gewitter aufzieht.

Festival-Apps

Ob Werchter, Wacken, Hurricane, Greenville oder Juicy Beats: Viele Festival-Veranstalter haben mittlerweile eigene Apps für ihre Besucher entwickelt. Sie informieren schon vor Beginn des Events über Bands, Zeitplan und Neuigkeiten rund um die Veranstaltung. Die App des Wacken Open Airs bietet außerdem ein Info-ABC von Abendkasse bis Zollkontrollen. Die Greenville-App integriert Zelt- und Parkplatzfinder. Die Funktionen der Apps des Schwesterfestivals Southside und Hurricane sind offline verfügbar, falls doch mal der Empfang nicht ausreichen oder das Netz überlastet sein sollte.

Nic lebt seinen größten Traum

Wer kennt schon einen „Bartwist“, einen ­„Tailwip“ oder gar einen ­„Double Tailwip Flat“? Richtig, die wenigsten. Nicolas Moray aber ist einer von denen, die es wissen. Der 14-jährige Scooter-Fahrer aus ­Kettenis ­besitzt nicht nur deshalb einen Sponsorenvertrag und ist zu Gast auf ­internationalen Contests.

Von Mario Vondegracht
Vor zwei Jahren entflammte bei Nic die Vorliebe für einen neuen Trendsport: Scooter bzw. Roller fahren. Dabei gilt es aber nicht, einfach so die Straße herunter zu rollen – im Gegenteil. Spektakuläre Tricks sind bei Nic (so wird er von seinen Freunden genannt) an der Tagesordnung. Der Ketteniser, der vor allem das „Streeten“ bevorzugt, aber auch immer mehr seine Leidenschaft für das „Parc“-Fahren entdeckt, wurde vor knapp einem Jahr auf einem Show-Fahren seines Idols Ryan Williams in Köln von seinem heutigen Sponsor „Marc’ s Radladen“ aus Mühlhausen/Thüringen (Deutschland) entdeckt und knapp 14 Tage später unter Vertrag genommen. Seitdem reist er unter anderem durch ganz  Europa (Basel, Montreux, Barcelona), um dort mit seinen Teamkollegen an Contests (Wettbewerbe) teilzunehmen.
Nic-8
„Nach Pardubice in  Tschechien konnte ich leider nicht, denn die Schule hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht,“ so Nic im GE-Interview. Mutter Dagmar besteht darauf, dass die Schule immer oberste Priorität hat, und sie ist der Meinung, dass so ein Trip in der Prüfungszeit einfach nicht in Frage kommt. Der 14-Jährige besucht das zweite Jahr der Sekundarschule am Eupener Robert-Schumann-Institut.
„Sicherlich ist es interessant, dass der Sponsor alle notwendigen Rollerteile finanziert, aber das ist für mich mittlerweile nicht mehr ausschlaggebend. Viel mehr Bedeutung hat es, dass wir Nic jederzeit in sehr guten Händen wissen, da der Teamchef Marc sich äußerst gewissenhaft um seine Fahrer kümmert, sobald sie unterwegs sind. Mittlerweile ist zwischen Marc und der Familie Moray-Knauf eine richtige Freundschaft entstanden. Nic hat immer davon geredet, irgendwann einmal entdeckt zu werden und ich habe dann immer nur gelächelt. Doch er lebt momentan seinen Traum“, berichtet Mutter Dagmar Moray-Knauf überwältigt.
ThüringenRadladen
Das Team um Marc’s Radladen besteht aus sechs Fahrern, die aus Deutschland, Belgien und der Schweiz kommen, einem Manager und dem Teamchef. „In den Osterferien hat sich ein Teil der Truppe in Mühlhausen getroffen“ sprudelt es auch Nic heraus. Brachte sich Nic zunächst die Tricks im Internet durch „How to“-Youtube-Clips selber bei,  dreht er nun seine eigenen Videos. Regelmäßig übt der Schüler in der Halle eines Freundes im Eupener Ortsteil Nispert Sprünge, Slides (an Rails-Stangen) und Tricks. Bei schönem Wetter trainiert Nic auch gerne im Skatepark am Raerener Jugendheim.   Bisher hat Nic, dessen Mutter ihn mit besten Kräften unterstützt und ihn auch in ferner gelegene Skateparks fährt, auch schon einige Turniere mitgemacht. Bei diesen Contests bewerten die „Judges“ (deutsch: Richter) die Scooter-Fahrer nach einem festem Reglement, was von der ISA (International Scooter Association) vorgeschrieben wird. Es geht darum, ob die Tricks originell sind, ob sie gelingen, ob Nic sie sauber landet, wie er seinen Fuß dabei stellt und ob er dabei den ganzen Park nutzt.
„Das Schöne an dem Sport ist, dass es kein Konkurrenzdenken gibt“, sagt Nic. Einmal gewinnt er, einmal eben ein anderer. Während im Fußball und anderen Sportarten verbissen auf den Sieg hin geeifert wird, steht beim Scooter-Sport der Spaß im Vordergrund. Das hat Nic schnell begriffen. „Der Zusammenhalt der Gruppe ist wichtig“, so der Trendsportler, der sich derzeit auf einer Tour befindet, die ihn und seine Truppe im August nach Leipzig, Berlin, Hamburg, Eindhoven (8. August im 040 BMX Park) und Wuppertal führt.
Im Juni landete Nic bei der Vorentscheidung zur Europameisterschaft in Basel in der „Amateur-Klasse“ auf dem vierten Platz. Drei seiner Teammitglieder begleitet Nic Ende Juni aber zur EM nach Barcelona, um sie vor Ort zu unterstützen. Nicht nur das unterstreicht, wie sehr die Mannschaft Nic ans Herz gewachsen ist. Via „WhatsApp“ und „Skype“ bleiben die Jungs täglich in Kontakt. „Nic ist Einzelkind und diese Hammergruppe gibt ihm so viel, dass es mir immer wieder einfach nur Gänsehaut bereitet, meinen Sohn so glücklich zu erleben“, ist auch die Mutter begeistert.
Die besten Scooter-Fahrer sind zwar um einige Jahre älter als Nic, doch da möchte der 14-Jährige auch hin. „Am besten so schnell wie möglich“, so der Ketteniser Schüler, der vor seiner Liebe zum Scooter BMX-Fahrrad gefahren ist. Für diesen Traum tut er alles und trainiert deshalb „so oft wie möglich“. Dazu müsse er aber leider auf andere Orte ausweichen, da es in der DG keine großen Skate-Parks gebe. So müssen die Eltern oft die Halle in Heerlen ansteuern. Nic-7

Video: Wer sich einen Eindruck über Nic und seine Fähigkeiten machen möchte, der sollte sich dieses Videos anschauen.

Nic Moray aus Kettenis ist erfolgreicher Trendsportler

Nic Moray aus Kettenis hat seit zwei Jahren eine neue sportliche Vorliebe. Nachdem der 14-Jährige gerne mit dem BMX auf Achse war, landet Nic Moray nun in der Halfpipe oder auf der Straße mit seinem Scooter diverse Sprünge und Tricks. Er macht das sogar so gut, dass er von einem Sponsor entdeckt und unter Vertrag genommen wurde.

Nic-7

„Das Schöne an dem Sport ist, dass es kein Konkurrenzdenken gibt“, sagt der Schüler des Eupener Robert-Schuman-Instituts, der mit seinen fünf Teamkollegen an internationalen Wettbewerben teilnimmt. So war der Ketteniser u. a. schon in Montreux, Barcelona und Basel unterwegs, um dem Publikum sein Können zu demonstrieren. Trainiert wird in einer Halle in Eupen und bei gutem Wetter auch in Raeren. (mv)

Video-Eindrücke von Nics Treiben auf dem Scooter finden Sie hier.

ThüringenRadladen

Wochenend-Tipp: „Sagen wir Sonntag“ im Eupener Temsepark

Ein gepflegtes Kaltgetränk, dazu gute, chillige Musik zum Entspannen oder auch Tanzen, und gute Freunde: Dazu lädt am kommenden Sonntag (15. Juni) der Temsepark in der Eupener Unterstadt (gegenüber von Hotel Bosten) von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends ein. Jeder kann und soll neben guter Laune mitbringen, was er zum Entspannen braucht: Liegestuhl, Decke, Sonnenbrille und Picknickkorb. Unter dem Motto „Meet Friends, écouter de la musique, fühle die Natur, enjoy, ontspan, tanze, breathe air or just waste some time with us“ lädt Johannes Niessen (alias Jo Funk) jeden ein, der Lust hat. Der Eintritt ist frei. Musik gibt es von 10 bis 22 Uhr. Bei strömendem Regen fällt die Veranstaltung aus oder wird verschoben. Es wird um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur im Park gebeten, also den Müll ordnungsgemäß entsorgen. Die Veranstaltung „Sagen wir Sonntag“ wird zum ersten Mal angeboten.

 

In eigener Sache: In der Printausgabe von GEneration haben wir fälschlicherweise bemerkt, dass man im Temsepark auch Grillen kann. Das stimmt so nicht. Wir bitten euch, dies zu entschuldigen.

DJ Rebel bei Graffiti-Party

LogoWithPhotoCarreBWHeute Abend feiert das Dancing Graffiti in Lontzen seinen 29. Geburtstag. Neben zahlreichen anderen Acts wird auch der bekannte DJ Rebel in der Nacht zum Feiertag auflegen. Der flämische DJ aus Antwerpen ist vor allem durch seinen Song „Let‘s Go“ in der Electronic-Dance-Music-Szene bekannt. Über seine Arbeit sagt Rebell: „Ich habe keine Angst davor, als Party-DJ bezeichnet zu werden. Das ist für mich, was das DJing ausmacht. Zu sehen, wie hunderte und tausende von Menschen auf deine Beats total ausrasten: Das ist das beste Feeling, was ein DJ haben kann.“ Die Party im Graffiti ist Open Air und wird begleitet von einer Video- und Lasershow. Außerdem sind Hostessen und Promo-Teams (von Trokja, Coca-Cola, William Lawson und Somersby) vor Ort und es gibt eine große Verlosung.

GetAct 2014: Gewinnerband Kissing Gourami im Porträt

Fische auf’m Hund

Bereits zwei Mal spielte Kissing Gourami auf dem Eupen Musik Marathon (EMM). Aber aller guten Dinge sind drei, dachten sich die Pop-Musiker, und bewarben sich beim GEneration-Musikvideowettbewerb GEtAct. Und siehe da: Die drei Herren haben gewonnen und dürfen im Juni beim EMM auf der Bühne „Auf’m Hund“ spielen.
Von Nathanael Ullmann
Kissing_Gourami
Bereits seit sieben Jahren machen Korneel Steukers, Olaf Klopprogge und David Kirschvink zusammen Musik, die eigentlich gar nicht in irgendein Muster passen will, sich aber noch am ehesten als „Pop“ beschreiben lässt. „David spielt auf dem Bass ganze Melodien. Deshalb hat unsere Musik einen ganz eigenen Sound“, erzählt Steukers im Interview. Dazu kommt Olaf Klopprogge, der ursprünglich auf dem Klavier für Jazz-Musik sorgte, jetzt aber in der Band Schlagzeug spielt und ebenfalls einen eigenen Rhythmus mitbringt. Zusammengemischt gibt das eine entspannende, sorglose Musik.
Auch das Alter der Gruppen­mitglieder macht sie zu etwas Besonderem. Ein 36-Jähriger, ein 44-Jähriger und ein 50-Jähriger finden hier zusammen und machen gemeinsame Sache. Das habe aber noch nie zu Problemen geführt, verraten sie im GEneration-Gespräch.
Etwa einmal im Monat hat die Gruppe eine Show. „Meistens haben wir die Auftritte im Aachener Raum. In unserer Region ist es schwer, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern“, so Leadsänger Steukers. Vor allem die Nachfrage sei nicht immer gegeben, man mache schließlich Nischenmusik.
Mehr Auftritte will die Gruppe aber auch gar nicht geben, schließlich sind alle drei Männer berufstätig, und neben der Familie bleibt da nicht viel Zeit für das Vergnügen.
Trotz allem kommen die Musiker einmal in der Woche in einem Eynattener Keller zusammen, um zu proben. Ein großes Muss bei jedem Treffen ist Haribo Colorado. „Zu jeder Probe bringe ich eine Packung mit. Die Jungs scheinen die einfach zu mögen. Und als wir dann den GEtAct-Wettbewerb gewonnen haben, gab es sogar eine große Packung“, sagt der 44-Jährige.
Auch die Live-Auftritte der Band haben einen ganz eigenen Charakter. Zum Beispiel steht bei jedem Auftritt ein Aquarium mit einer Fisch-Folie auf der Bühne. Das passt zum Namen. „Kissing Gourami“ sind nämlich tatsächlich Fische, die ihre Revierkämpfe über den Mund austragen, was wie ein Kuss aussieht. „Ich kam auf die Idee durch ein Mädchen, dass ihre Turnschlappen immer verkehrt herum angezogen hat. Also hat ihr ihre Mutter Fische darauf genäht, und gesagt, wenn diese sich küssen, sind die Schlappen richtig herum angezogen. Dadurch habe ich mich an diese Fische erinnert, und habe nachgeforscht“, erzählt der Sänger und Gitarrist.
Neben dem Aquarium ist auch immer eine Landkarte im Gepäck. Die zeigt allerdings nicht die Welt, wie man sie kennt, sondern aus der Sicht des Nordpols. Diese Requisiten sollen dazu dienen, neben der Musik auch optisch den ein oder anderen Blickfang auf der Bühne zu bieten. Dadurch hätten die Auftritte auch oft etwas von einer Geografiestunde, so der Sänger. Dass die Gruppe beim GetAct-Wettbewerb teilgenommen hat, rührt ebenfalls von einem Live-Auftritt her. In Hauset ist bei einer Show ein gutes Video vom Lied „In Your Dreams“ entstanden. Die Band lud es hoch und bekam die besten Stimmen.
Auf ihren Auftritt freuen sich die Belgier sehr. Aber auch das Fotoshooting kommt ihnen gelegen: „Wir können einfach nicht so gut Fotos machen“, sagt Steukers. Dabei wird die Band das professionell hergestellte Video ihres Auftritts auch mit Freuden in Empfang nehmen.
Nach dem Auftritt beim EMM will die Gruppe dann so weitermachen wie bisher. Allerdings suchen die drei Männer noch nach einem weiteren Musiker oder einer Musikerin, die oder der mit einem Tasteninstrument umgehen kann, beispielsweise einem Klavier, Keyboard oder Synthesizer. Steukers: „Noch toller wäre es, wenn die Person noch ein ganzes Stück jünger wäre, dann hätten wir noch mehr Generationen in unserer Gruppe.“