Kommentar: Allgemeine Sperrstunde für alle Kneipen ist kein Ansatz

Wir, eine junge und emanzipierte Eupener Rausgeh-Generation, müssen uns derzeit mit zahlreichen Schwierigkeiten herumschlagen. Nach dem Rauchverbot, das die Gäste zum Rauchen auf den Bürgersteig beförderte, soll jetzt auch noch die Sperrstunde strenger kontrolliert werden. Grund: Die Raucher auf den Bürgersteigen sind zu laut. Ha… dass ich nicht lache!
Wir werden zu unabhängigen und möglichst selbstständigen jungen Menschen erzogen, sollen aber jetzt nicht mehr selbst entscheiden dürfen, wann Schicht im Schacht ist? Es sollte meine eigene Entscheidung sein, ob ich um ein Uhr nach Hause gehe oder doch bis sechs Uhr bleibe, damit ich auch am nächsten Tag noch ein Andenken an den Vorabend habe.
Als Kellnerin kann ich auch die Wirte verstehen, die um ihre Existenz bangen. Oft sitzen bis 23 Uhr nur wenige Stammkunden an der Theke, bevor dann Schlag auf Schlag von überall her trinkfreudige Kundschaft angekrochen kommt, die einen dann bis früh morgens auf Trab hält und natürlich den Lohn in die Kasse trinkt.  Und dennoch… Eupen ist nicht das Carré. In einer Stadt wie Eupen kann nicht einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Straßen gefeiert, gegrölt und gesungen werden, denn es gibt fleißige, arbeitende Menschen, die verständlicherweise gerne abends ihre Ruhe und nachts ihren Schlaf hätten. Umherfliegende Blumenkübel, umgetretene Mülleimer und Schlägereien, bei denen die Besoffenen meist ihr Ziel nicht mehr treffen können, zeugen von Respektlosigkeit und selbstverständlich sollte dem Einhalt geboten werden. Allerdings ist eine allgemeine Sperrstunde für alle Kneipen hier der falsche Ansatz. Vielmehr sollten die wenigen Störenfriede, die ihr besoffenes und zerstörwütendes Klientel in den Straßen herumlaufen lassen, ermahnt und notfalls eben gemaßregelt werden. Dass die Polizei sich offen zeigt und bereit ist, bei beschwerdefreien Kneipen auch mal ein Auge zuzudrücken, statt den Laden um eine bestimmte Uhrzeit dicht zu machen, macht Hoffnung und zeigt, dass die Polizei eben doch unser aller Freund und Helfer ist.

 
desireeDésirée Radermacher ist freie Mitarbeitern des GEneration-Magazins und des GrenzEchos. Als Kellnerin in der Pigalle hört sie oft die Jugendlichen klagen über das Partyleben in Eupen.

Jugendliche kritisieren Eupener Sperrstunde

Erst das Rauchverbot, jetzt eine Sperrstunde. Vor wenigen Wochen sorgte eine Polizeiverordnung für große Aufregung an den Theken Eupens. Ab sofort sollten die vor Jahren festgelegten Sperrstunden – sprich 1 Uhr an Wochentagen, 2 Uhr an Wochenenden und 3 Uhr in der Zeit vor Karneval – strenger kontrolliert werden. Ein Grund, sich zu beschweren, finden viele Jugendliche und Kneipenbesitzer.

 

Von Désirée Radermacher

 

Denn dass die Sperrstunde an Kirmes- und Karnevalstagen entfällt, ist für die Betroffenen nicht mehr als ein kleines Trostpflaster.  Doch was hat es mit dieser Sperrstunde auf sich und stirbt Eupen jetzt völlig aus? Für Lars Brüll, Betreiber der Kultkneipe Pigalle, ist die Polizeiverordnung ein Schlag ins Gesicht: „Die Pigalle lebt von den Kunden, die spät abends und nachts kommen, und wenn einem dann von heute auf morgen die Lebensader abgeschnitten wird, wird es in Zukunft sehr schwer werden“, sorgt sich Brüll.  Grund für die strengeren Kontrollen seien Beschwerden wegen Lärmbelästigung und Sachbeschädigung gewesen, erklärt Kommissar Daniel Baltus.
Das Problem bestehe zum einen aus zu lauter Musik, zum anderen aber auch aus Lärm durch Rauchergruppen, die sich auf den Bürgersteigen versammeln und deren Gespräche mit steigendem Alkoholpegel stets lauter würden. Moment mal… Raucher sind also das Problem? Hat nicht gerade das Rauchverbot dafür gesorgt, dass überhaupt auf den Bürgersteigen geraucht wird? Ja, bestätigt Baltus, es ist paradox und wenig erfreulich für die Wirte. „Respekt ist das A und O in dieser Sache. Wenn die Wirte die Lautstärke der Musik im Rahmen halten und versuchen, die Gäste auf der Straße dazu zu bringen, sich ruhig zu verhalten, ist schon ein großer Schritt getan“, so der Kommissar. Dass alles eine Respektfrage ist, das sieht auch Pigalle-Wirt so. Brüll: „Wenn es bei uns mal zu laut sein sollte, rufen die Anwohner direkt bei uns an. Dann wird natürlich sofort am Lautstärkeregler gedreht, das ist eine Frage des gegenseitigen Respekts.“ Es sei bisher aber „sehr sehr selten“ vorgekommen, dass die Polizei wegen der Lautstärke zur Pigalle musste. „Jetzt wird aber alles über einen Kamm geschoren. Man sollte das Übel bei der Wurzel packen und nur da, wo auch wirklich Beschwerden sind, sollte man auch eingreifen“, so Brüll weiter.
Gregory MentiorGregory Mentior findet, dass man Wirten und jungen Leuten zu viele Steine in den Weg legt.
Kommissar Baltus bestätigt, dass tatsächlich nur gewisse Kneipen immer wieder für Ärger sorgen, allerdings sei es nicht einfach, nur diesen Kneipen Verordnungen aufzulegen. „Die Verordnung legt die Sperrstunde für alle Kneipen fest, da können wir nicht nur gewisse Kneipen kontrollieren, da wir sonst für Wettbewerbsverzerrung sorgen. Nur in Einzelfällen – also bei Schlägereien, Lärmbelästigung usw. – kann die Polizei einzelne Kneipen mithilfe des Polizeiamtsgesetzes schließen.“
Während Wirte sich vor allem um ihre Existenz sorgen, fühlen sich Gäste – insbesondere die Jugendlichen – vor allem in ihren Rausgehmöglichkeiten begrenzt: „Es gibt so schon kein Nachtleben in Eupen, und eine Sperrstunde würde dafür sorgen, dass die Jugendlichen in andere Städte fahren, um zu feiern“, meint Federico Bley aus Eupen. Sebastien Martin teilt diese Meinung: „Ich habe lange in Frankreich gearbeitet. Da gibt es auch ein solches Gesetz in den Kneipen. Im Endeffekt hat es dazu geführt, dass die Leute gar nicht mehr in Kneipen gehen, weil es sich nicht mehr lohnt“, so der Eupener. Auch Larissa Mertens hält die Verordnung für schwachsinnig: „Die Verordnung ist total kontraproduktiv. Eupen soll schöner und touristisch attraktiver werden, aber wenn dann mal Touristen da sind, die eins trinken gehen wollen, aber wegen der Sperrstunde nicht lange bleiben können, dann schreckt man die Touristen eher ab“, befürchtet die Pigalle-Kellnerin. Gregory Mentior findet, dass man Wirten und jungen Leuten zu viele Steine in den Weg legt: „Solange es gewaltfrei bleibt, sollte jedem selbst überlassen sein, wann er nach Hause gehen will. Außerdem sollten nicht alle Kneipen zu machen müssen, nur weil zwei oder drei immer für Ärger sorgen“, so der Schüler.
Lars BrüllLars Brüll: „Die Pigalle lebt von den Kunden, die spät abends und nachts kommen, und wenn einem dann von heute auf morgen die Lebensader abgeschnitten wird, wird es in Zukunft sehr schwer werden.”
Kommissar Daniel Baltus kann die Sorgen der Wirte und jungen Leute nachvollziehen. „Wir haben bisher zwar vereinzelte Kontrollen durchgeführt, allerdings ist bisher alles ruhig geblieben. Solange es keine Beschwerden gibt und es auf den Straßen ruhig bleibt, kann man da auch mal ein Auge zudrücken. Dann muss auch nicht jede Kneipe um ein Uhr dicht gemacht werden“, ­beruhigt er die Betroffenen.

Rein, raus

Foto - Kopie ??????????????????????????????? Foto(3) - Kopie Foto(4) - Kopie Foto(5) - Kopie Foto(6) - Kopie Foto(7) - Kopie Foto(8) - KopieEinsteigen, umsehen und unerkannt wieder raus: „Urban Exploration“ – das Erkunden von verlassenen Gebäuden und ­Orten – wird immer populärer. Unsere Grenzregion spielt dabei eine besondere Rolle.
Text & Fotos von Oliver Wagner
Belgien ist reich. Ja, sicher, es gibt Staaten, um die es finanziell besser bestellt ist, aber das zählt bei „Urbexern“ nicht. Für sie ist Belgien das reinste Eldorado, denn die Schätze, die es hier zu entdecken gibt, haben wenig mit wirtschaftlicher Blüte zu tun – eher im Gegenteil.
„Urban Exploration“ ist stark im Kommen. Immer mehr Menschen interessieren sich für diese Art der Freizeitgestaltung, bei der es kurz gesagt darum geht, verlassene Orte zu entdecken gibt: Leerstehende Gebäude, alte Tunnelsysteme, ungenutzte Militärgelände – alles, wo es gelebte Vergangenheit zu bestaunen gibt, kann als Objekt in Frage kommen. Und davon gibt es in Belgien jede Menge, denn im Gegensatz zum beispielsweise recht aufgeräumten Deutschland, stehen Fabriken und Häuser oft jahrelang leer, bevor sich ein neuer Investor oder Mieter dafür interessiert. Schon die nahe Umgebung von Verviers bis Lüttich, bietet etliche Möglichkeiten, sich wie Indiana Jones auf Spurensuche zu begeben.
Das Interesse für Vergangenes stößt allerdings nicht immer auf Gegenliebe. So mancher Ort, oder vielmehr seine Eigentümer, machen es Urbexern alles andere als leicht, ihrer Neugierde nachzugehen und sorgen damit unfreiwillig für zusätzliche Spannung. Um unbefugtes Betreten handelt es sich im Grunde jedes Mal, wenn man sich auf ein Gelände begibt, dessen Eigentümer das nicht wünscht. Auch Klagen wegen Einbruchs können ins Haus stehen.
Juristische Folgen sind aber nicht das einzige Risiko, das Urbexer eingehen. Wer sich regelmäßig und über lange Zeit in bruchfälligen Gebäuden herumtreibt, sollte sich gegen Feinstaubbelastung durch beispielsweise altes Asbest schützen. Auch mit der Statik ist es so eine Sache – wird mich die alte Treppe ins obere Stockwerk tragen können und falls ja, hält denn auch die gesamte Etage? Dazu kommt, dass verlassene Häuser oftmals nicht so einsam sind, wie man sich das denkt. Obdachlose können eine ernstzunehmende Gefahr darstellen, wenn man in ihr „Territorium“ eindringt. Sicherheitsdienste haben die Aufgabe, genau solche Besuche zu verhindern und unterscheiden nicht zwischen Hausbesetzern und „Urban Exploration“ – und freilaufende Wachhunde schon mal gar nicht.
Dabei haben Besitzer alter Gebäude von dieser Szene nicht den geringsten Schaden zu befürchten. Denn unter Urbexern gilt der Kodex: Take nothing but pictures. Leave nothing but footprints. Kill nothing but time (grob übersetzt: Nimm nichts als Fotos mit. Hinterlasse nichts als Fußabdrücke. Schlag nichts tot außer Zeit). Damit die Plätze ihren ursprünglichen Charme behalten, werden Bilder auf Internetseiten oder Netzwerken wie Facebook und Instagram grundsätzlich ohne Ortsangabe gezeigt, sodass Kupferdiebe und Sprayer sie nicht finden und verwüsten können. Allenfalls sind für Anfragen von interessierten Gleichgesinnten die GPS-Koordinaten drin.
Die Frage, was Urbexer dazu bringt, sich trotz körperlicher Gefahr und juristischer Konsequenzen immer wieder auf die Suche zu machen, ist so vielschichtig, wie der Mensch selbst. Einige befinden sich auf der Jagd nach außergewöhnlichen Fotomotiven, denn wo die Natur sich ihren Platz durch Mauern und Dächer zurückerobert, entstehen oft bizarre Motive wie aus einem Endzeit-Thriller. Nicht wenige Urbexer interessieren sich auch für die Historie der Objekte, die sie besuchen, teilen diese in kurzen Beschreibungen zu ihren Fotos, sofern der Ort als allgemein bekannt gilt, und helfen so, die Erinnerung daran aufrecht zu erhalten. Zuletzt ist es sicherlich auch eine Portion Nervenkitzel beim Betreten und die Aussicht  auf etwas Abenteuer in einer Welt, in der fast alles schon als entdeckt, dokumentiert und eingeordnet gilt. Und ungeachtet  legaler Bedenken: Ist es nicht schön, wenn Belgien zu diesem Gefühl ein wenig beitragen kann?

Jillepilles Herbst-Must-haves

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen allmählich sinken, ist es offiziell: Der Herbst ist da! Die perfekten ­Stiefeletten, ein wärmender Hut und ein kuscheliger Pullover – das sind Jil Rosewicks Zutaten für einen stilsicheren Herbst. Für euch zeigt die Mode-Bloggerin ihre persönlichen Must-haves für die goldene Jahreszeit und verrät, wo ihr sie nachshoppen könnt.
Schwarze Stiefeletten
Eine Investition in hochwertige Lederstiefeletten lohnt sich im Herbst besonders. Dank des Absatzes kann man sie sowohl lässig zur Jeans als auch elegant zum Kleid stylen und ist damit niemals overdressed. Netter Nebeneffekt: Sie strecken die Beine und lassen diese optisch länger wirken.
Shopping Tipps:
tiefeletten aus Leder
von Mango, ca. 70€
Mango Stiefeletten
Stiefeletten von Jonak
über Sarenza.de, ca. 119€
Jonak Stiefeletten
Stiefelette ‚Citro’
von Tamaris, ca. 90€
Tamaris Stiefeletten
Kuscheliger Pullover
Trotz meiner Vorliebe zu Grau und Schwarz im Herbst: Nichts hebt die Stimmung an verregneten Herbsttagen mehr als ein strahlender Farbtupfer im Outfit. Ich liebe bunte Kuschelpullover, die man, einmal getragen, am liebsten gar nicht mehr ausziehen mag… Perfekt dazu: Bunte Statement-Ketten, die sorgen für den Wow-Effekt.
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Statement-Kette von Bijou Brigitte, ca. 18€ Statementkette
Grobstrick-Pulli mit Mohair von Esprit, ca. 60€ Esprit Pullover
Wollmix-Pullover von Esprit, ca. 50 € Esprit Pullover blau
Mut zum Hut
Der Hut ist in dieser Saison ein unverzichtbares Accessoire und macht jedes Outfit zu einem besonderen Hingucker. Besonders praktisch? Hüte sind Frisurenretter und schützen euch vor ‚Bad Hair Days’.
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Hut aus 100 % Wolle
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Filzhut von French Connection via Aboutyou.de, ca. 65 € French Connection
Fedora von Rag & Bone über Mytheresa.com, ca. 185€ Rag & Bone
Lust auf mehr Fashion-Tipps? Dann besucht Jillepilles Blog:
www.jillepille.com

Mit elf Jahren in die Großstadt – Lisa Offermans aus Lontzen lebt und trainiert in Berlin

Die Arschbombe im Freibad, der „Köpper“ vom Ein-­Meter-Brett. Was bei vielen Laien und Hobby-Schwimmern schon zu Bauchlandungen und Schweißausbrüchen führen kann, ist für die elfjährige Lisa Offermans aus Lontzen längst zur Routine geworden. 
Von Mike Notermans
Obwohl es mitten im August schon wieder ununterbrochen regnet, genießt Lisa Offermans die letzten gemeinsamen Stunden mit ihrer Familie. Schon am nächsten Tag reist die Elfjährige wieder zurück in die deutsche Hauptstadt, wo die Lontzenerin seit Februar 2013 das Schul- und Leistungssport-Zentrum (SLZB) besucht, das sich u. a. auf Turmspringen spezialisiert hat. Um Lisas beeindruckende Geschichte zu verstehen, bedarf es einen Rückblick in die frühe Kindheit der Sportlerin.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAFoto: Privat
„Schon mit drei Jahren ist Lisa mit Schwimmflügeln von den Startblöcken der Westhalle gesprungen“, erinnert sich Lisas Mutter Doreen Offermans. Da Lisa das Wasser aber nach eigener Aussage „noch viel zu kalt war“, wurde eine zweijährige Pause eingelegt. Dann verfehlte nämlich auch das kalte Wasser seine abschreckende Wirkung und Lisa begann wieder, sich gemeinsam mit Schwester Ann Justine akrobatisch ins feuchte Nass zu stürzen. „Uns wurde schnell klar, dass sie keine Bahnschwimmerin ist“, erzählt die Mutter der Sportlerin, während sich eine gehörige Portion stolz unter ihre Stimme mischt. Schnell wurden Trainer auf das Talent der damals Fünfjährigen aufmerksam, und so war Lisa fünf Jahre lang für den Verein „WSC Aachen“ aktiv. Ein Tag im Dezember 2012 besiegelte schließlich das Schicksal der Lontzenerin. Für den Bundesstützpunkt Aachen war die Aberkennung seitens des Deutschen Schwimm Verbandes (DSV) gekommen. Infolgedessen mussten auch die dort stationierten Bundestrainer ihren Dienst quittieren. Um ihr Talent nicht zu vergeuden, wurde Lisa und zwei weiteren Springerinnen des Aachener Vereins ein Wechsel an eine Sportschule nahegelegt.
Schwimm-WM 2011Foto: dpa

 

„Samstags habe ich meinen zehnten Geburtstag gefeiert und tags darauf bin ich nach Berlin umgezogen“, erzählt Lisa, die trotz ihres jungen Alters unglaublich reif und abgebrüht wirkt. „Es war für uns wahnsinnig schwer, unsere zehnjährige Tochter von Lontzen in die Großstadt Berlin gehen zu lassen“, erinnern sich Lisas Eltern. „Die erste Woche war hart, die zweite Woche gut, und ab der dritten Woche wollte ich gar nicht mehr zurück nach Hause“, erinnert sich Lisa an ihre ersten Schritte in der neuen Heimat. Neben einer guten schulischen Ausbildung steht am SLZB, wo auch die deutsche Olympiasiegerin Britta Steffen ausgebildet wurde, der jeweilige Sport an erster Stelle. „In der Woche trainiere ich bis zu 14 Stunden“, erzählt Lisa munter weiter. Den Großteil verbringen die Sportler hierbei jedoch außerhalb des Wassers. Auf dem Trampolin oder beim Ballettunterricht soll nämlich die Athletik und Körperhaltung der Sportler verbessert werden. „Die besten Springer werden an Land geboren“, weiß Vater Bernhard.
Zum Abschluss des Gespräches erzählt Lisa, die mit einem zweiten Platz bei einem Bundesstützpunkt-Vergleich ihren bis dato größten Erfolg feierte, von ihren Träumen. „Natürlich träume ich von einer Olympia­teilnahme. Aber im Moment möchte ich einfach nur zu den Besten meines Jahrgangs gehören.“ Im Februar 2015 bestreitet Lisa ihre erste Deutsche Meisterschaft. Und wer weiß, vielleicht ist die sympathische Sportlerin ihrem Traum von Olympia dann wieder einen Sprung näher gekommen.

 

Die Expertin erklärt

Hallo Lisa, warum steigen bei manchen Sprüngen eigentlich Luftblasen an die Wasseroberfläche?
Bei neuen Sprüngen werden absichtlich Luftblasen („Bubbles“) erzeugt, die das Wasser weicher machen sollen. So ist die Landung, falls der neue Sprung etwas misslingt, nicht so hart. Diese Hilfe bekommt man leider aber nicht allzu oft.Oft wird auch mit Hilfe von Schläuchen zusätzliches Wasser in das Becken gespritzt. Welchen Zweck hat dieser Vorgang?
Das zusätzliche Wasser macht für die Springer die Wasseroberfläche sichtbar. Wenn man oben auf dem Turm steht und die Wasseroberfläche sich nicht bewegt, sieht man einfach nur den Beckenboden. Durch die Wasserspritzer bewegt sich die Oberfläche aber und der Springer weiß, wann das Eintauchen bevorsteht.Und warum trocknen sich viele Sportler direkt nach dem Sprung mit einem Leder oder einem Tuch ab?
Wenn Wasser auf der Haut ist, rutscht man mit den Händen ab. Das darf aber bei vielen der Figuren, wie dem Salto beispielsweise, auf keinen Fall passieren. Bei den Herren sprühen sich auch viele eine Art Klebstoff auf die Hände, damit diese nicht rutschen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFoto: Privat

 

Lisas Alltag in Berlin

6:30 Uhr:
Der Wecker klingelt: aufstehen, anziehen, Zähne putzen.
6:50 Uhr:
Lisa macht sich vom Internat auf den Weg in die Schule, wo in der Mensa gemeinsam mit allen anderen Schülern gefrühstückt wird. „Im Winter muss ich noch früher los, denn wenn Schnee liegt, dann brauche ich länger zur Bahn“, erzählt Lisa.
8:00 Uhr:
Schulbeginn. Jetzt steht entweder normaler Unterricht oder eine zweistündige Trainingseinheit auf dem Programm.
12:00 Uhr:
Mittagessen in der Mensa. Das Essen musste von Lisa vorab via Internet bestellt werden. „Das Mittagessen ist nicht so toll. Aber daran habe ich mich gewöhnt“, gibt sich Lisa gelassen.
17:30 Uhr:
Die Schule ist geschafft, das letzte Training ist beendet. Lisa macht sich nun auf den Heimweg.
21:00 Uhr:
Bettruhe im Internat. Nach einem harten Tag fällt Lisa todmüde in ihr Bett. In neun Stunden klingelt der Wecker.

Wie werde ich Pilot? Xavier Schumacher aus Bütgenbach weiß es

Von Griseldis Cormann
 

Seit einem Jahr absolviert ­Xavier Schumacher aus Bütgenbach eine 22-monatige Pilotenausbildung in Charleroi. An der Belgian Flight School lernt der 19-Jährige ausschließlich in englischer Sprache. Am Flugplatz der Feuervögel in Büllingen sprach er über die Voraussetzungen einer Pilotenausbildung, seine Erfahrungen, seine Ziele und die kürzlichen Flugzeugkatastrophen.

Xavier Schumacher IISie haben den Flugplatz der „Feuervogel Büllingen“ als Treffpunkt ausgesucht. Warum?
Ich wollte schon immer Pilot werden. Hier habe ich vor drei Jahren bei der Theorieausbildung reingeschnuppert. Es ging um Basics wie Wetter und Navigation. Dann habe ich erstmal mein Abitur gemacht.

Das Abitur ist die Voraussetzung, um Pilot zu werden. Was sollte man noch mitbringen oder sich im Vorfeld aneignen?
Für die Aufnahmeprüfung sind vor allem Physik, Mathe und Koordination wichtig. Ich habe mich einen Monat auf den einen Aufnahmetest vorbereitet. Er hat vier Stunden gedauert. Und ohne Englisch geht gar nichts. Davor hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt. In der Pater-Damian-Schule in Eupen hatte ich aber „Englisch stark“. Deshalb hat es auch geklappt. Im Anschluss kam ein medizinischer Test. Es wurden insgesamt zehn Übungen nur für die Augen durchgeführt. Es ging u. a. um die Reaktionsfähigkeit, das Erkennen von Buchstaben aus mehreren Metern Entfernung. Ein Bluttest wurde auch gemacht. Viele glauben, dass es ein Problem sei, Brillenträger zu sein; bei Linienpiloten ist das allerdings nicht der Fall. Auf jeden Fall gehört zur Ausbildung eine gehörige Portion Motivation, einfach mal hineinschnuppern, ist hier nicht wirklich möglich.

Haben Sie im Vorfeld überlegt, woanders der Ausbildung zu folgen?
Bei der Lufthansa waren erst 2015 wieder Plätze frei. Manche arbeiten in der Übergangsphase als Stewardess oder so. Ich wollte aber nicht warten. Den Kompaktkurs an der Belgian Flight School mache ich, weil ich mich kenne und gerne auch mal etwas schleifen lasse. Außerdem ist meine Ausbildung weniger wetterabhängig. Im modularen Kurs werden die Flugstunden in unseren Breitengraden angeboten, im Kompaktkurs kann man wählen, die Stunden auch in Florida, also in den USA zu absolvieren. Dies verzögert die Ausbildung nicht. Dort ist immer gutes Wetter, bis auf einige kurzweilige Wirbelstürme.
Dieser Kurs ist allerdings hart. Man hat den ganzen Tag Unterricht. Abends muss der Stoff täglich wiederholt werden, ansonsten entstehen zu große Mängel. Ich persönlich stehe aber lieber morgens Früh um vier Uhr auf, um zu lernen. Ich gebe 150 Prozent, um meinen Berufswunsch zu verwirklichen. Ein schöner Nebeneffekt ist es bei so wenig Zeit, dass ich mich richtig aufs Feiern freue, dort sollte man dann auch 150 Prozent geben.

Wann dürfen Sie das erste Mal ein Flugzeug fliegen?
Nach acht Monaten habe ich die Airline Transport Pilot Licence erlangt. Meinen praktischen Teil absolviere ich dann für fünf bis sechs Monate in Orlando, wo ich zum größten Teil lerne, einen Trainingsflieger zu steuern, nachdem ich etliche Stunden im Simulator geübt habe. Nach erfolgreichem Abschluss erhalte ich eine Private Pilot License. Nach meiner Rückkehr in Belgien werde ich zum ersten Mal nur auf Fluginstrumente fliegen, sodass ich nicht mehr auf schönes Wetter und gute Sicht angewiesen bin. Hier sammele ich erste Erfahrungen mit zwei Propeller-Maschinen. Im Anschluss erfolgt weiteres Üben von Notfallsituationen, die Commercial Pilot License und Kommunikationsübungen in einem richtigen Cockpit. Bei den Notfallsituationen wird zum Beispiel gezeigt, wie ich mich bei einem Motorausfall zu verhalten habe: Ruhe bewahren, den Flieger unter Kontrolle halten usw.

Welche praktischen Erfahrungen haben Sie denn bisher?
Bisher bin ich mit Mitschülern, die schon weiter in der Ausbildung sind, nach Lüttich oder Spa geflogen. In Ausnahmefällen und bei idealen Verhältnissen durfte ich hin und wieder das Steuerhorn übernehmen. Schon als kleines Kind habe ich mich für das Modellfliegen interessiert, es aber leider nie gemacht. Bei den Ultraleichtmaschinen bin ich bisher auch nur mitgeflogen.

Was sind Ihre großen Ziele und Wünsche im Pilotenberuf?
Zuerst einmal möchte ich Co-Pilot werden. Mein Wunsch ist es, irgendwann Captain eines A380 zu sein. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Ich setze mir viele kleine Ziele, die sind schneller zu erreichen. Das rate ich jedem, der Pilot werden will. Als Belgier mit Englisch-, Deutsch- und Französischkenntnissen sollte ich allerdings überall Arbeit finden.

Welchen Rat geben Sie jungen Interessierten, für die die lange Zeit außerhalb der Heimat kein Problem ist?
Hohes Interesse, Durchhaltevermögen und viel Motivation. Die besagten 150 Prozent sind  wichtig. Ich bin bisher jeden Tag gerne zur Schule gegangen, anders als in der Sekundarschule. Wichtig ist auch, dass man während der Ausbildung und im Beruf Rückendeckung von der Familie erhält.

In letzter Zeit haben wir viel von Flugkatastrophen gehört. Abschüsse, Abstürze, eine Maschine ist gar verschwunden. Macht das einem angehenden Piloten nicht Angst?
Es bringt einen schon zum Nachdenken. Es gibt viele Thesen darüber, wie die Maschine verschwinden konnte. Vor einem Abschuss ist natürlich niemand sicher. Was der Absturz über Mali betrifft, das war wahrscheinlich ein Pilotenfehler. Ich denke, der Pilot hat das Wetter falsch eingeschätzt. Die korrekte Führung der Maschine und das Verstehen der Wetterdaten sind sehr wichtig. Bei Langstreckenflügen sind auch immer mehrere Piloten an Bord. Maximal vier Stunden fliegt man am Stück, dann sind Ruhestunden eingeplant. Wir werden in Charleroi jedendalls gut ausgebildet. Es gibt Extrakurse, in denen Unfälle besprochen werden. Bei Flugzeugunfällen sind zwar immer viele Personen direkt betroffen. Es bleibt aber das sicherste Verkehrsmittel überhaupt.

Können Sie sich vorstellen, bei den Feuervögeln in Büllingen in Ihrer Freizeit zu fliegen?
Viele Linienpiloten fliegen in ihrer Freizeit mit Ultraleichtmaschinen oder Segelflugzeugen. Es ist ein Ausgleich zum Fliegen nach Instrumenten. Bei den Feuervögeln besteht die Möglichkeit, frei und mit offenem Visier zu fliegen bzw. 360 Grad herum zu schauen. Wenn es später zeitlich klappt, kann ich mir das gut vorstellen.

 
Xavier Schumacher

Belgian Flight School

Die Belgische Flugschule gibt es seit 1981. Der Hauptsitz befindet sich in Gosselies (Charleroi). Teile der Ausbildungen und Weiterbildungen finden aber auch in Lüttich, Brüssel und Orlando (USA) statt. Die Flugschule ist eine weltweit führende Einrichtung zur Ausbildung von Linienpiloten. Es besteht die Möglichkeit, die Ausbildung in einem Modularen oder einem Kompaktkurs zu absolvieren. Auch Trainings- und Weiterbildungskurse für erfahrene Piloten bietet die Schule an. Kurse können im April und Oktober jeden Jahres begonnen werden. Zur Finanzierung bestehen Kooperationen mit verschiedenen Banken.
 

Erste Erfahrungen in Büllingen sammeln

Um erste Erfahrungen zu sammeln, lohnt es sich beim „Aero- und Modellclub VoG Feuervogel Büllingen“ vorbeizuschauen. Der Flugplatz befindet sich im Büllinger Ortsteil „Im Sief“. Für alle Alterskategorien bietet der Verein das Modellfliegen an. Hier lernen die Jüngsten, ein Gefühl für die Steuerung zu entwickeln. Für alle Personen ab 16 Jahre werden Kurse angeboten, um Ultraleichtflieger (ULM) zu bedienen.
 

Expertin: “Von einem Drogentrip wird man nicht sofort abhängig”

Der 18-jährigen Femke aus Aachen wurde auf einer Party übel mitgespielt. Jemand hatte dem Mädchen Speed ins Glas geschüttet. Carolin Scheliga von der ASL (Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung) in Eupen rät: “Sofort sollte die oder der Betroffene einen Bluttest machen.”

“Am wichtigsten ist es, schnellstmöglich einen Drogentest durchzuführen. Die beste Möglichkeit, eine Einnahme von Drogen zu untersuchen ist die Blutuntersuchung und die kann nur in einem Krankenhaus, bei einem Arzt oder in einem Labor erfolgen”, so die Expertin. Manche Drogen seien nur im Blut nachweisbar. Scheliga: “Und gerade bei den gängigen Mitteln, die ins Glas geschüttet werden, wie GHB/ Liquid XTC/K.O.-Tropfen spielt der Zeitfaktor eine große Rolle, denn nach dem Rausch ist dieses Mittel beispielsweise kaum mehr nachweisbar.”

10637607_10204172162171489_1484764132_nAuf einer Party in Aachen wurde Femke (Name von der Redaktion geändert) Speed ins Glas geschüttet. Illustration: Klenkes

Unterdessen ist die Gefahr einer Abhängigkeit, wenn man einmal einen Drogentrip hatte, nicht sehr hoch. “Dennoch ist es erwiesen, dass gerade im jugendlichen Gehirn durch einen frühen Konsum das Gehirn insoweit beeinflusst wird, dass eine Abhängigkeitserkrankung wahrscheinlicher wird, als bei einem Jugendlichen, der in der Pubertät nichts konsumiert”, so die Expertin von der ALS: “Gerade in der Pubertät erfährt das Gehirn eine Entwicklung, in der es für Abhängigkeitserkrankungen besonders ‘empfänglich’ ist.” (mv)

Die ganze Geschichte von Femke lest ihr auf der letzten Seite der GrenzEcho-Dienstagsausgabe.

Jugendliche planen Open-Air-Festival im Eupener Ortsteil Nispert

trakasspaDrei junge Männer sitzen im Hinterhof des baldigen Veranstaltungsortes Schützenwiese Nispert. Die Rede ist von den „Trakasspa“-Gründern Jody Braun (23), Daniel Dosquet (24) und Danny Piel (26). Durch gemeinsame Freunde haben sie sich kennengelernt und planen nun ein Eupener Event, das alles bieten soll, was Eupen bisher noch nicht kannte.

Text und Fotos: Mandy Hermanns
Hallo zusammen. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie mal nicht für „Trakasspa“ planen?
Piel: Beruflich bin ich ebenfalls in der Event-Branche tätig. Ich arbeite zurzeit für das Triangel in St. Vith und möchte mit unserem Event auch in Eupen die Leute zu einer guten Party mobilisieren. Jody und Daniel waren aber mehr die Ideengeber.
Braun und Dosquet: Wir haben beruflich gar nichts mit Eventmanagement zu tun, aber auch wir gehen gerne auf gute Partys und wollen in Eupen endlich etwas Anspruchsvolleres starten. Es ist deshalb super, dass wir Danny mit ins Boot holen konnten. Über ihn haben wir die Möglichkeit, die Sache ganz legal abzuwickeln und noch wichtiger: Er hat das nötige Hintergrundwissen.Das klingt nach einer Menge Arbeit. War es das auch?
Alle: Ohja. Die Planungsphase hat bereits vorigen Sommer begonnen bzw. da war die erste Idee präsent. Der Name ist dann irgendwann mal auf dem Marktplatz bei einem Bierchen entstanden. Da Daniel französischsprachig ist und wir deutschsprachig, mischen wir ab und zu auch schon mal Wörter und „Trakasspa“ kam da schon mal öfter vor… Was wir mit der Wortschöpfung sagen wollen: „Mach dir einfach keine Sorgen, genieß das Hier und Jetzt, vergiss` den Alltag und lass es dir gut gehen.“ Also all die Dinge, die man auf unserem Event machen soll.

Piel: Wir haben uns auch mit dem Bürgermeister, dem Gemeindekollegium und der Polizei zusammengesetzt. Das war aus meiner Sicht ein sehr aufschlussreiches Gespräch, sodass alle Seiten zufrieden gestimmt werden konnten. Die Stadt Eupen stellt deshalb sogar eine Wiese als Parkmöglichkeit zur Verfügung – also zeitig da sein! Der Parkplatz wird natürlich ausgeschildert.Wieso haben Sie sich für den Käfer als Logo entschieden?
Braun: Den Käfer hat meine Schwester, Jenny Braun, gestaltet, wie auch die ganzen anderen Werbemittel. Der Käfer symbolisiert die Freiheit und die Gelassenheit. Unser Ziel ist, dass irgendwann der Käfer sofort mit Trakasspa in Verbindung gebracht wird und die Typografie gar nicht mehr notwendig ist.

Erzählen Sie doch mal etwas über das Event…
Alle: Der Veranstaltungsort ist auf der Schützenwiese in Nispert. Am 26 Juli ab 14 Uhr nachmittags geht es los. Das ist zwar ungewöhnlich, aber mit Absicht so gewählt. Wir wollen den Nachmittag mit gutem Wetter nutzen, viele Leute zusammenzubringen und bis zur offiziellen Sperrstunde ausklingen zu lassen. Dabei unterstützen uns insgesamt fünf DJs aus der Region. Davon werden Vier Outdoor spielen und einer abends dann Indoor – wenn es halt was kälter wird oder das Wetter vielleicht doch nicht so mitspielen sollte.

Piel: „Trakasspa“ wird allerdings nicht das einzige Event bleiben – auch für den Winter sind Events geplant. Es soll etwas Kontinuierliches draus werden.
Braun: Wer Up-to-Date bleiben möchte, sollte uns auf Facebook ein „Like“ schenken oder unseren QR-Code einscannen. Dort posten wir Woche für Woche neue Specials.Was erwartet einen für  Musik, für Aktivitäten und für Menschen?
Braun: Es ist für absolut jeden etwas dabei. Beginnen wollen wir den Nachmittag mit Chill-Musik, also völlige Wohlfühlatmosphäre und ein nettes Beisammensein. Über Tag gibt es deshalb ein Warm-Up und abends geht es dann richtig ab. Musikgenres von Hip-Hop über Electronic, alles ist vertreten.

Dosquet & Piel: Aktivitäten gibt es auch mehrere. So bietet unser Sponsor „Injoy“ mehrere Vorführungen an. Auch Bierpong oder eine Chillzone wird es geben. Es gibt Hamburger und Süßigkeiten zu kaufen. Ein weiteres Spezial-Angebot ist unsere 18 Meter lange Wasserrutsche – deshalb unbedingt Shorts und Bikini einpacken – für Garderoben und Duschen ist gesorgt. Und falls natürlich die Sonne scheint: Sonnencreme nicht vergessen.
Braun: All das soll natürlich ein Anreiz sein, schon nachmittags zu kommen und nicht erst wenn die Party schon fast vorbei ist. Wir hoffen natürlich, dass Menschen jeden Alters da sein werden, von 18 Jahren bis 30 Jahren aufwärts.Wie viele Personen erwartet Ihr? Was sind eure Erwartungen und Befürchtungen?
Alle: Hoffentlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern Sonne pur! Sollte das Wetter dennoch mal nicht mitspielen, können wir auf das Zelt ausweichen – für alle Notlagen ist gesorgt. Auch Security ist vor Ort, deshalb machen wir uns da gar keine Sorgen. Wir hoffen natürlich mit mindestens 400 Personen. Wenn es mehr werden, sind wir natürlich sehr zufrieden.

Mehr Infos auf www.facebook.com.
Eintritt: VVK: 7 Euro; AK: 9 Euro.
Bons: 1,6 Euro
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Star Wars erobert Frankfurter Flughafen – Fraport bleibt gelassen

Gewaltige “Kampfläufer” auf dem Vorfeld und der “Todesstern” am Frankfurter Himmel: Das böse Imperium aus dem Science-Fiction-Epos “Star Wars” hat in einem YouTube-Video den Frankfurter Flughafen erobert. Sehr zum Genuss der Internet-Nutzer, die das 73-Sekunden-Filmchen bis Montagmittag schon fast eine Million Mal geklickt hatten. Der Flughafen-Betreiber Fraport – nach der Übernahme nun “Starport” – blieb angesichts der fiktiven Invasion gelassen: “Da stehen wir drüber”, sagte ein Sprecher.

Bei YouTube eingestellt hat das Video ein gewisser Frank Wunderlich, der die Sequenz als Sammlung unveröffentlichter Aufnahmen aus dem kommenden Star-Wars-Film bezeichnet. Die Aufnahmen zeigen den größten deutschen Flughafen mit Star-Wars-Gerätschaften. Unter anderem weist ein Autobahnschild auf den “Imperial Starport Frankfurt” hin, Raumschiffe landen zwischen Flughafenbussen.

“Da es sowas von offensichtlich ist, dass es Fiktion ist, gibt es keinen Grund für uns, dagegen vorzugehen”, sagte der Sprecher. Normalerweise störe Fraport die Veränderung des Markennamens, aber dies sei eine Ausnahme: “Es ist ja auch nicht imageschädigend.” Das Video kursiere bereits in der Pressestelle, auch bei anderen Mitarbeitern finde es wohl Beachtung: “Es ist ein schöner Hingucker, wirklich sehr aufwändig gemacht.” Gefilmt habe der Urheber wohl von öffentlichen Plätzen aus: “Da wo das Vorfeld zu sehen ist – das sieht schwer nach Besucherterrasse Terminal 2 aus.” (dpa)