M’era Luna – eine Modenschau.

11. August, 15:19 Uhr
Heute Morgen hatten wir Angst. Geweckt wurden wir vom zarten Klang prasselnder Tropfen auf dem Zeltdach. Das Wetter heute bleibt aber mehr oder weniger beständig. Mal scheint die Sonne, mal kommen ein paar Tropfen herunter, richtig schütten tut es nie. Aber wirklich warm wird es nur selten. Gerade die letzte Nacht war winterlich kalt.

Auch wenn heute morgen „Coppelius“ ordentlich eingeheizt hat. Nach alter Manier im Kutschermantel und Zylinder begeisterte die Band vor allem durch ihr Bühnenprogramm. Seien es nun die Litfaßsäule, aus der die Musiker zu Anfang steigen, der Butler, der die ganze Show über die Bühne läuft oder einfach nur die außergewöhnlichen Kostüme – hier stimmt einfach alles.

Im Anschluss bietet „The 69 eyes“ dann guten, alten Rock. Ohne viel Drumherum, in schwarzem Dressing, nur mit guter Musik.

„Tanzwut“ macht ebenfalls ein wunderbares Mittelalterrock-Programm, aber irgendwie springt der Funke zum Publikum nicht ganz über. Das klatscht zwar hin und wieder mit, die übliche Tanzlaune bleibt aber dieses Mal aus…

Ich habe es im vorherigen Post versprochen, nun soll es folgen, ein kleiner Exkurs noch zu der Bekleidung auf M’era Luna. Die ist nämlich nicht nur, wie bei sonstigen Festivals, mit kurzer Hose und T-Shirt, hier begegnet man zum Teil wahren Wunderwerken der Schneiderkunst.

Ein Ballkleid ist hier kein Einzelfall, Cyberpunker stolzieren mit unglaublich hohen Sohlen durch den Staub, Steampunker setzen Pilotenbrillen auf oder ziehen ihren Zylinder zum Spazierstock auf, etc. Bis zur Unkenntlichkeit wird sich geschminkt, man kann oft nur vermuten, wie das Gegenüber wohl im „echten“ Leben aussieht.

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Und natürlich ist auch nackte Haut hier an der Tagesordnung. Ganz nackt geht es hier zwar nur unter der Dusche zu, aber manch ein Kleid lässt trotz allem tief blicken.
Eine kleine Auswahl von Gewandungen habe ich in dieser Fotostrecke hochgeladen. Aber ich könnte den ganzen Tag hier stehen und aus dem Fotografieren nicht mehr herauskommen, denn hier läuft viel Wundervolles, Sonderbares, Außergewöhnliches herum.

Nach einer kleinen Pause wird es heute dann ein letztes Mal zur Mainstage gehen, wo mit Blutengel, Front 242 und schlussendlich Nightwish dann auch dieses Festival zu Ende geht.

Darüber wird dann auch noch einmal zu berichten sein.

Text und Fotos: Nathanael Ullmann

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