App auf’s Festival

Die Festivalsaison ist gestartet – ­allerhöchste Zeit, sich um die richtige Ausstattung zu sorgen. ­Keine Frage: Zelt, Isomatte und Gaskocher ­gehören ins Gepäck. Doch in manchen Momenten kommt es auch auf die kleinen Helfer an.

Von Lena Klimkeit, dpa

9_20120728_tml12-kevin_023-3027Fotos: Tomorrowland

Kater, Ohrenschmerzen und Unwetter – sie gehören zum Festivalwochenende wie gute Musik und Feierei mit Freunden. Wieso nicht einfach mal den App-Store nach kleinen Helfern gegen die Spaßkiller durchsuchen? Auch vorinstallierte Apps auf dem Smartphone können richtig nützlich werden – vorausgesetzt, der Akku ist voll und der Empfang gut. Zum Glück gibt es auf Festivals mittlerweile Ladestationen. Und einige Apps funktionieren auch offline. Ein Überblick:

Promille-Rechner

Kontrollierter Alkoholgenuss auf dem Festival? Wer seine Grenzen nicht erst am nächsten Morgen spüren will, kann ohne Pusten mit etwa mit der App „Promille Rechner“ überprüfen, wie hoch sein Alkoholpegel ungefähr ist. Grundlage für die Berechnung ist die Körpergröße, das Gewicht und das Alter des Trinkenden sowie der Alkoholgehalt des Getränks und die konsumierte Menge. „IntelliDrink“ alarmiert sogar per Push-Nachricht, wenn der gewünschte Pegel unterschritten ist. Na dann: Bier nachlegen und Prost!

Zelt-Finder

Die größte Kunst nach einem langen Festivaltag: das eigene Zelt im Dunkeln wieder erkennen. Die Bezahl-App „Tentfinder“ soll genau das vereinfachen. Doch die Kombination aus Handy-Taschenlampe und Kartendienst lotst einen genauso gut: Auf dem Campingplatz einfach die Koordinaten des Zelts anzeigen lassen und speichern, so dass sie beim Öffnen der App auf Festivalgelände wieder abrufbar sind. Bei „Google Maps“ kann man die Kartendaten für den gewünschten Radius speichern, um sie auch offline einzusehen.
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Dezibel-Messer

Wer seine Ohrstöpsel vergessen hat, aber dennoch ohne Ohrenschmerzen so nah wie möglich an die Bühne möchte, kann sich am Ausschlag einer Dezibel-App wie „Decibel 10th“ oder „Sound Level Meter“ orientieren. Zwischen 40 bis 60 Dezibel misst ein normales Gespräch, so manches Rockkonzert kann die Schmerzgrenze von 110 Dezibel klar überschreiten. Dabei gilt: Die Messwerte sind keineswegs exakt! Um sich ein Bild über die Festival-Lautstärken zu machen, reichen sie alle mal.

Musik-Erkenner

Oft genug kommen einem unbekannte Songs auf Festivals zu Ohren. Wer das Lied später wiederfinden will, sucht meist lange. Abhilfe können Musikerkennungs-Apps schaffen: „Shazam“ oder „TrackID“ liefern in Sekundenschnelle Titel und Interpret der laufenden Stücke. Wer direkt mitsingen will, kann auch „Genius“ anschalten. Wie hoch die Trefferquote ist, hängt natürlich von der Tonqualität und Nebengeräuschen ab. Außerdem nutzen viele Bands den Festivalauftritt, um noch unveröffentlichte Songs zu präsentieren. So gehört immer auch etwas Glück zum Titelfinden.

Wetter-Dienste

Es gibt nichts Ärgerlicheres als in kurzer Hose und T-Shirt mitten in der Menge zu tanzen und vom Platzregen überrascht zu werden. Vorbeugen kann der kurze Blick auf die vorinstallierte Wetter-App: Wenn Regen droht, einfach schnell das Cape einstecken und los. Wer das vergisst, kann sich bei Diensten wie „WetterWarner“ durch Push-Nachrichten über die Wetterlage auf dem Laufenden halten lassen und gewarnt werden, wenn nach brütender Hitze ein Gewitter aufzieht.

Festival-Apps

Ob Werchter, Wacken, Hurricane, Greenville oder Juicy Beats: Viele Festival-Veranstalter haben mittlerweile eigene Apps für ihre Besucher entwickelt. Sie informieren schon vor Beginn des Events über Bands, Zeitplan und Neuigkeiten rund um die Veranstaltung. Die App des Wacken Open Airs bietet außerdem ein Info-ABC von Abendkasse bis Zollkontrollen. Die Greenville-App integriert Zelt- und Parkplatzfinder. Die Funktionen der Apps des Schwesterfestivals Southside und Hurricane sind offline verfügbar, falls doch mal der Empfang nicht ausreichen oder das Netz überlastet sein sollte.
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Die APPS müsst ihr haben!

Actions for iPad

app_actionsSci-Fi-Atmosphäre kommt auf, wenn man sich Actions for iPad auf sein Tablet lädt. Die App macht es nämlich möglich, ganz bestimmte Prozesse am PC oder Mac auszuführen – nur durch einen Klick auf den iPad Bildschirm. Egal ob Mediensteuerung, Systembefehle, Hotkeys, Webseiten öffnen… eine Vielzahl von Möglichkeiten ist gegeben und die App wird stets erweitert. Ein ideales Anwendungsszenario ist z. B. der am Fernseher angeschlossene PC im Wohnzimmer, der sich dank Actions for iPad super komfortabel von der Couch aus steuern lässt. Über 900 verschiedene Icons in unterschiedlichen Farben warten darauf, mit Aktionen belegt zu werden.

Asphalt 8: Airborne

app_asphalt8Eines der beliebtesten Rennspiele für Smartphones und Tablets kann jetzt gratis im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden. Asphalt 8 ist der neueste Teil der erfolgreichen Asphalt-Spielereihe, die sich selber nicht all zu ernst nimmt und so mit feinstem Old School Arcade-Gameplay begeistert. Wer Realismus sucht, ist hier fehl am Platz. Hier geht es ausschließlich um hohe Geschwindigkeiten, atemberaubende Stunts und jede Menge Adrenalin. Über 45 lizensierte Fahrzeuge von bekannten Herstellern warten darauf, von euch über die Strecke gejagt zu werden.

ProCamera 7

app_procamera7Im privaten Gebrauch lässt sich schon seit längerem beobachten, dass Smartphones die klassischen Digitalkameras ersetzen. Während die Standard-Software für Fotografie auf dem iPhone schon ganz ordentlich ist, können Foto-Fans mit der App ProCamera 7 jetzt noch mehr aus ihrem Gerät herausholen. ProCamera 7 wurde gezielt auf das neue iOS 7 angepasst und bietet neben vielen neuen Features auch eine optimierte und vereinfachte Benutzerführung im iOS-7-Design. ProCamera gilt schon seit einigen Jahren als Benchmark im Bereich der Foto-Apps und die neue Fassung setzt diese Tradition fort – sehr viele, sehr detaillierte Einstellungsmöglichkeiten und Individualisierungsoptionen lassen die Herzen von mobilen Hobbyfotografen höher schlagen.

Nike SB

app_nikesbMit Nike SB hat der amerikanische Sportgigant die ultimative App für alle Skateboarder im App Store veröffentlicht. In Nike SB erstellt ihr euer eigenes Skater-Profil, dokumentiert euren persönlichen Fortschritt und verbindet euch mit anderen Skatern auf der ganzen Welt. Das Nike SB Team erstellt zudem Herausforderungen in der App, die man dann im echten Leben auf dem Skate Board schaffen soll – idealerweise mit Videobeweis, der direkt über die App hochgeladen wird. Über den „Trick Tree“ werden viele coole Boarding-Moves vorgestellt und wer es richtig interaktiv angehen will, spielt über die App mit einem Skater am anderen Ende der Welt eine Partie des Klassikers S.K.A.T.E.! Daumen hoch, auch in den Skateboard unfreundlichen Jahreszeiten.

Text: Gregory Wintgens