Edito: Der Wert des Geldes

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft muss 2,5 Millionen Euro sparen. Der Umbau des Sanatoriums zum neuen DG-Parlament kostet über 17 Millionen Euro. Der Föderalstaat findet hier und da manchmal drei, manchmal auch fünf Milliarden Euro zur Sanierung des Staatshaushaltes. In der EU wird für kriselnde Staaten ein 700-Milliarden-Rettungspaket geschnürt und die Europäische Zentralbank hat Ende Februar 2012 den Banken rund eine Billion Euro zur Verfügung gestellt. Wer behält da noch den Überblick?

Rückblende: Ich erinnere mich noch stark an früher, als ich als 13-jähriger Junge stolz war, zehn 100-Francs-Schein in meinem Portemonnaie zu haben. Für mich bedeuteten die Scheine zu diesem Zeitpunkt ein Vermögen und auch für meine Eltern waren 1.000 Francs eine Hausnummer. Und selbst mit dem Euro wechselte dieses Gefühl keineswegs – im Gegenteil.

Der viel zitierte „Teuro“ ließ den Europäer nun drei Mal nachrechnen, bevor er Geld ausgab. Doch seit 2008 ist alles anders. Hier mehrere Millionen, dort ein paar Milliarden, und hier und da auch eine Billion Euro. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit? Es geht hier nicht um eine Sehnsucht nach alten Zeiten. Es geht um ein Gefühl des Maßhaltens. Es soll auch kein Schrei nach einem „Spardiktat“ sein, eher eine Aufforderung zum wohlbedachten Umgang mit Geld. Wir müssen einfach wieder lernen, den Wert des Geldes zu schätzen.

Mario Vondegracht

Anonymität

Titelseite Generation

Hallo liebe GEneration-Leser,
gleich zweimal lest ihr in unserer 25. (!) Ausgabe Geschichten aus dem Alltag, von Menschen, deren wahren Namen wir nicht nennen. Beiden Jugendlichen ist in ihrem Leben etwas widerfahren, was man keinem Kind oder Jugendlichen der Welt wünscht. Dennoch hatten sie den Mut, uns ihre Geschichte zu erzählen – auch, um anderen Mut zu machen.

Alles andere als anonym sind die Brüder Antoniadis. Stratos und Antonios kennen viele Jugendliche – zumindest im Norden der DG. Nicht zuletzt auch wegen ihres Engagements beim Eupen’Air Festival, das vor einigen Jahren die Aufmerksamkeit auf sich zog. Wir haben die Brüder zu einem Doppelinterview eingeladen und sie u. a. zum Thema Integration befragt.
Ein heikles Thema, das zuletzt in Kommentaren auf der Homepage des GrenzEchos heftig diskutiert wurde und wird.

Unsere Titelstory widmen wir der Eupe- nerin Jennifer Kever. Die 26-Jährige ist in der (Mode-)Welt zuhause. Auch wenn das nicht immer so einfach ist.

Aber lest es am besten selbst! Viel Spaß!

Mario Vondegracht

PS: Dein GEneration-Team erreichst du unter generation@grenzecho.be