„Kulturzentrum frei“ für Ostbelgiens junge Künstler

Junge Talente aufgepasst! Am 22. April findet im Alten Schlachthof erstmals das „Synergie Kunst Festival“ statt, bei dem sich alles – natürlich – um das Zusammenspiel dreht. An diesem Tag dürfen sich junge Talente jeden Genres in den Hallen und Räumen des Schlachthofes entfalten. Bis Freitag läuft die Bewerbungsfrist.

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„Wir sind sehr offen für alle Arten von Kunst – sei es Malerei, Video, Mode, Grafik, Tanz, Theater, Performance, Schriftstellerei, Fotografie oder etwas komplett anderes. Uns interessieren vor allem die jungen Talente zwischen 16 und 25 Jahren“, erklärt Christine Peterges, Projektleiterin bei Chudoscnik Sunergia. Andere Voraussetzungen müssten die Bewerber ihr zufolge auch nicht erfüllen: „Es sollen sich die Leute melden, die Lust auf eine Möglichkeit haben, ihre Werke in einem öffentlichen Raum und interessiertem Kunstpublikum zeigen zu können.“

„Es soll kein einmaliges Festival bleiben“, hofft Peterges. „Wir haben hier im Alten Schlachthof großartige Möglichkeiten, um jedes Werk zu zeigen.“ Vorbild für das Festival sind die sogenannten Happenings, die Chudoscnik Sunergia bis vor zehn Jahren noch regelmäßig in Eupen veranstaltete. „Wir wollen diese Happenings zwar nicht zurückholen, aber daran anknüpfen“, so die Projektleiterin, „und die verschiedenen Formen der Kunst miteinander vereinen.“ Ein Programm wird es an dem 22. April auch geben, damit Performance, Tanz oder Musik sich genügend entfalten können. „Videos beispielsweise können wir im Loop laufen lassen“, meint Peterges.

Auch acht weitere, bereits etablierte Künstler – das Alter: 30 Plus – aus Belgien und Deutschland werden Projekte zum Thema „Synergie“ ausstellen. „Sie haben speziell für das Festival an verschiedenen Kollaborationen gearbeitet. Die Projekte sind keineswegs fertig oder ausgereift“, möchte Peterges die Bewerber ermutigen. Sie betont, dass die Erfahrenen und die Neulinge keineswegs gegenüber, sondern nebeneinander vor das Publikum gestellt werden.

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Der Eupener Maler Mark Kirschvink macht zum Beispiel mit dem Kadrasonic Quartett (Piano, Saxophon, Drums und Kontrabass) gemeinsame Sache: „Wir arbeiten bereits seit letztem Jahr zusammen. Damals kam Christian Klinkenberg [Pianist und Komponist, Anm. d. R.] mit der Idee auf mich zu.“ Dass eine Synergie zwischen zwei so unterschiedlichen Kunstformen nicht von heute auf morgen entstehen kann, haben die Herren am eigenen Leib erfahren. Dennoch, sie sind an der Herausforderung gewachsen: „Anfangs habe ich versucht, grafische Elemente für die einzelnen Musiker festzulegen, aber das hat meine Arbeit in eine Art Korsett gezwängt. Das habe ich dann aufgegeben und male jetzt einfach, wie es mir gefällt. Das Quartett findet trotzdem immer einen Weg, mein Bild zu interpretieren“, erzählt Kirschvink.

Für junge Künstler hat der Maler eine Tipp-Reihenfolge parat: „Sein Talent erkennen, an sich glauben, authentisch sein, seinen eigenen Stil erarbeiten – und diesem treu bleiben, auch wenn es mal nicht so gut läuft.“ Auf dem Festival präsentieren Kirschvink und das Kadrasonic Quartett erstmals ihr PARTITUR-Projekt.

Weitere geladene Künstler sind Schneider TM (Elektro- und experimentelle Musik), die Berlinerin Tomoko Nakasato (Tanz), Takehito Koganezawa (Malerei, Zeichnung), die und Wahl-Eupenerin Tanja Mosblech (Malerei), die Cellistin Claire Goldfarb sowie die Musikerin Sonja Mischor.

Wenn du dich bewerben willst, sende deine Arbeit – als angehängte Datei oder Link – sowie eine kurze Beschreibung und ein Foto von dir bis zum 12. Februar (Freitag) per Mail an Christine Peterges: christine.peterges@sunergia.be.

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Nirgendwo angekommen

Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben, mussten flüchten und haben in Belgien und Umgebung eine neue Bleibe gefunden. Im Jugendtreff X-Dream in Eupen sind Raschid (23), Benjamin (22) und Lena (22) mittlerweile Stammgäste. Dort haben sie uns erzählt, wie sie sich in ihrer neuen ­Heimat ­Belgien fühlen, und was sie noch mit ihrem Geburtsland verbindet.
Text und Fotos: Nathanael Ullmann
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Die Flucht in ein neues Land kann verwirrend sein. Raschid (23) weiß das nur zu gut.

Raschid, Benjamin und Lena sind Kriegsflüchtlinge aus Tschetschenien, Serbien oder Bosnien. Um die Jahrtausendwende kamen die drei nach Belgien. Während Benjamin erst ein Jahr und drei Monate alt war, als seine Eltern aus der Heimat flüchteten, lebte Lena bis zu ihrem achten Lebensjahr in Bosnien. Sie erinnert sich noch gut an die Flucht, vor allem aber an die Verständigungsschwierigkeiten im Flüchtlingslager in Xanten: „Ich kannte damals auf französisch nur ‚oui‘ und ‚non‘. Als man mich auf Französisch fragte, wie ich heiße, habe ich immer nur ‚non‘ geantwortet.“ Jeden Tag habe sie gebetet, dass das alles nur ein Traum sei und sie wieder Zuhause aufwache. Über Umwege kam sie dann nach Eupen, musste die deutsche Sprache lernen. „Mittlerweile kann ich mich sogar besser auf Deutsch verständigen“, sagt die 22-Jährige. Zuhause unterhalten sich die Jugendlichen aber nach wie vor in ihrer Muttersprache. „Aber manchmal haben wir dann doch ein paar deutsche Worte dazwischen, weil uns die anderen nicht mehr einfallen“, sagt Raschid.
Die Frage nach ihrer wahren Heimat beantworten die Jugendlichen ganz unterschiedlich. Lena fühlt sich immer noch als Bosnierin und nicht, wie es in ihrem Pass steht, als Belgierin. Zuhause sei da, wo die Mutter sei, hat Raschid einen anderen Blick auf die Dinge. Und Benjamin ist irgendwie beides: Er sei Bosnier, aber mit belgischer Nationalität. Doch insgesamt, da sind sich die Jugendlichen einig, sind sie immer irgendwo dazwischen: „Hier wird man als Ausländer beschimpft, drüben in der Heimat sind wir Touristen“, bringt es Benjamin auf den Punkt. Er fährt jedes Jahr in seine Heimat nach Serbien, hat nach wie vor Familie dort. Allgemein haben die drei Jugendlichen noch regelmäßig Kontakt zu ihrem Geburtsland. Sei es über Freunde oder Facebook: Auf dem neusten Stand, was in ihrem alten Zuhause vor sich geht, sind sie immer. Aber leben wollen sie dort nicht mehr. Sei es wegen der Sprache oder wegen des zu geringen Einkommens, ihr Wunschwohnort ist und bleibt die Region: „Was das Arbeitslosengeld  und die Sozialhilfe anbelangt, ist Belgien einfach sehr gut“, so Lena.

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Die Jugendlichen im Jugendheim gehen mit den Vorurteilen zum Teil ironisch um, wie dieses T-Shirt zeigt.

Mit krassen Anfeindungen haben sie hier auch immer seltener zu kämpfen. Früher sei das etwas anderes gewesen, da wurde „einem des öfteren etwas hinterher gerufen“. Doch mittlerweile hat sich das geändert. „Vielleicht“, so vermutet es Raschid, „ist es mittlerweile eben normal, dass Muslime dazugehören“. Doch wenn die drei jungen Erwachsenen manche rassistischen Anfeindungen in hiesigen Online-Foren lesen, schürt das doch eine gewisse Wut: „Ich bin das beste Beispiel, dass es nicht so ist, wie man es den Muslimen nachsagt“, sagt Lena selbstbewusst. Tatsächlich zeigt sie äußerst viel Engagement, arbeitet im Jugendheim selbst mit und will später Erzieherin werden.
Jugendzentrums-Leiterin Marie-Claire Hellmann kann die positive Einstellung der Jugendlichen nur bestätigen. „Familiärer als zur Zeit habe ich es hier noch nie gehabt. Alle Nationalitäten treffen hier aufeinander und kommen gut miteinander aus“, so Hellmann. Nur die belgischen Jugendlichen blieben dem Jugendzentrum in letzter Zeit fern – leider.

Kommentar: Allgemeine Sperrstunde für alle Kneipen ist kein Ansatz

Wir, eine junge und emanzipierte Eupener Rausgeh-Generation, müssen uns derzeit mit zahlreichen Schwierigkeiten herumschlagen. Nach dem Rauchverbot, das die Gäste zum Rauchen auf den Bürgersteig beförderte, soll jetzt auch noch die Sperrstunde strenger kontrolliert werden. Grund: Die Raucher auf den Bürgersteigen sind zu laut. Ha… dass ich nicht lache!
Wir werden zu unabhängigen und möglichst selbstständigen jungen Menschen erzogen, sollen aber jetzt nicht mehr selbst entscheiden dürfen, wann Schicht im Schacht ist? Es sollte meine eigene Entscheidung sein, ob ich um ein Uhr nach Hause gehe oder doch bis sechs Uhr bleibe, damit ich auch am nächsten Tag noch ein Andenken an den Vorabend habe.
Als Kellnerin kann ich auch die Wirte verstehen, die um ihre Existenz bangen. Oft sitzen bis 23 Uhr nur wenige Stammkunden an der Theke, bevor dann Schlag auf Schlag von überall her trinkfreudige Kundschaft angekrochen kommt, die einen dann bis früh morgens auf Trab hält und natürlich den Lohn in die Kasse trinkt.  Und dennoch… Eupen ist nicht das Carré. In einer Stadt wie Eupen kann nicht einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Straßen gefeiert, gegrölt und gesungen werden, denn es gibt fleißige, arbeitende Menschen, die verständlicherweise gerne abends ihre Ruhe und nachts ihren Schlaf hätten. Umherfliegende Blumenkübel, umgetretene Mülleimer und Schlägereien, bei denen die Besoffenen meist ihr Ziel nicht mehr treffen können, zeugen von Respektlosigkeit und selbstverständlich sollte dem Einhalt geboten werden. Allerdings ist eine allgemeine Sperrstunde für alle Kneipen hier der falsche Ansatz. Vielmehr sollten die wenigen Störenfriede, die ihr besoffenes und zerstörwütendes Klientel in den Straßen herumlaufen lassen, ermahnt und notfalls eben gemaßregelt werden. Dass die Polizei sich offen zeigt und bereit ist, bei beschwerdefreien Kneipen auch mal ein Auge zuzudrücken, statt den Laden um eine bestimmte Uhrzeit dicht zu machen, macht Hoffnung und zeigt, dass die Polizei eben doch unser aller Freund und Helfer ist.

 
desireeDésirée Radermacher ist freie Mitarbeitern des GEneration-Magazins und des GrenzEchos. Als Kellnerin in der Pigalle hört sie oft die Jugendlichen klagen über das Partyleben in Eupen.

Wochenend-Tipp: „Sagen wir Sonntag“ im Eupener Temsepark

Ein gepflegtes Kaltgetränk, dazu gute, chillige Musik zum Entspannen oder auch Tanzen, und gute Freunde: Dazu lädt am kommenden Sonntag (15. Juni) der Temsepark in der Eupener Unterstadt (gegenüber von Hotel Bosten) von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends ein. Jeder kann und soll neben guter Laune mitbringen, was er zum Entspannen braucht: Liegestuhl, Decke, Sonnenbrille und Picknickkorb. Unter dem Motto „Meet Friends, écouter de la musique, fühle die Natur, enjoy, ontspan, tanze, breathe air or just waste some time with us“ lädt Johannes Niessen (alias Jo Funk) jeden ein, der Lust hat. Der Eintritt ist frei. Musik gibt es von 10 bis 22 Uhr. Bei strömendem Regen fällt die Veranstaltung aus oder wird verschoben. Es wird um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur im Park gebeten, also den Müll ordnungsgemäß entsorgen. Die Veranstaltung „Sagen wir Sonntag“ wird zum ersten Mal angeboten.

 

In eigener Sache: In der Printausgabe von GEneration haben wir fälschlicherweise bemerkt, dass man im Temsepark auch Grillen kann. Das stimmt so nicht. Wir bitten euch, dies zu entschuldigen.

Mein erstes Kreuzchen

Am Sonntag sind Wahlen. Während viele Menschen den Ablauf kennen, ist es für eine neue Generation von Wählern das erste Mal, dass sie ihr Kreuzchen setzen. Drei von ihnen haben sich bereit erklärt, offen über ihre Meinung zu den Wahlen und über Politik an sich zu reden.

Von Mandy Hermanns

Valentine Manteau (19)

Valentine Manteau ist Eupenerin und 19 Jahre jung. Sie studiert momentan in Lüttich Kindergärtnerin und setzt dieses Jahr auch zum ersten Mal einen Fuß in eine Wahlkabine. Die Wahl löst bei ihr Unsicherheit aus. Trotzdem möchte sie ganz genau wissen, wen sie wählt. Wähler sollten sich mit den Politik-Themen identifizieren können, denn nur dann können auch Ihre Interessen gefördert werden, so Manteau.

ValentineSie haben bestimmt schon in den vergangenen Jahren immer wieder mitbekommen, dass Ihre Eltern zur Wahl gehen müssen. Jetzt sind Sie an der Reihe. Sind Sie aufgeregt? Welche Hilfe nehmen Sie in Anspruch?
Eigentlich bin ich eher verwirrt, aber Aufregung trifft es wohl auch. Ich habe leider nicht so viel Ahnung, wen ich überhaupt wählen soll, geschweige denn wie. Immerhin mache ich das Ganze zum ersten Mal und ich möchte auch nicht jemand Falsches wählen, der meine Interessen am Ende gar nicht vertritt. Ich werde wohl meinen Eltern ein wenig über die Schultern schauen und mich mit meinen Freunden austauschen. Trotzdem ist mir wichtig, dass ich meine Vorstellung von einer guten Politik bewahre und ich denjenigen wähle, der meine eigenen Interessen vertritt.

Denken Sie, eine Nicht-Wahl ist eine Lösung, wenn man sich nicht für Politik interessiert? Oder überlassen die Nicht-Wähler ihre Zukunft einfach anderen?
Ich finde, wir sollten es als Geschenk sehen, wählen zu dürfen. Natürlich ist es doof, dass man wählen muss, wenn man von Politik nichts versteht. Dass man dann einfach irgendwen wählt, das bringt genau so wenig. ­Irgendwie ein Teufelskreis. Eine Lösung auf die Schnelle hab ich leider auch nicht parat (lacht). Ich denke aber, dass jeder, der eine Meinung hat, auch irgendeinen ­Politiker findet, der diese mit vertritt.

Müsste es Ihrer Meinung nach in der Politik mehr Emotion und Rücksicht geben? Oder ist das Business ein knallharter Job, in dem ein „Beton-Charakter“ ein gutes Zuhause findet? Und wenn Sie jemanden in der Politik vertreten könnten, wer wäre das und wieso eigentlich?
Wenn viele Leute für oder gegen etwas sprechen, sollte darauf auf jeden Fall Rücksicht genommen werden. Leider ist das ja nicht immer so. Was einem allerdings als Wähler bewusst werden muss: So sehr ich mir eine perfekte Welt wünsche, in dem alle Interessen vertreten werden, so wenig sind Politiker eben Zauberer. Sie sind Menschen, die genau wie du und ich Fehler machen und nicht für alles gerade stehen können. Die Schlussfolgerung des Ganzen: Öffentlichkeit und Kritikeinflüsse brauchen starke Menschen, da haben sensible Menschen wohl eher nichts zu suchen.

Gibt es trotzdem einen Politiker, mit dem Sie für einen Tag das Leben tauschen würden? Und wofür würden Sie sich dann einsetzen?
Ich würde entweder mit Oliver Paasch oder mit Isabelle Weykmans tauschen. Das Interesse mit Herrn Paasch zu tauschen, kommt eben von meiner Studienentscheidung her. Ich möchte einfach mal gerne wissen, wie das Schulsystem auf der Politikebene abläuft und wieso Entscheidungen so lange dauern können. Mit Isabelle Weykmans würde ich gerne aufgrund meiner Pfadfindereinheit und meiner Sportlagererfahrung tauschen. Als Kultur-, Medien- und Tourismusministerin steht sie halt für viele Interessen, die ich in meiner Freizeit auch verfolge – da würde ich einfach mal gerne mehr hinter die Kulissen blicken und mich vielleicht dann für manche Bereiche noch mehr einsetzen.

Sébastien Bühler (18)

Sébastien Bühler ist Sportstudent an der Sporthochschule Köln und gebürtig aus Eupen. Auch er muss dieses Jahr zum ersten Mal ein Kreuzchen setzen. Im Vorgespräch wurde klar: In Sachen Politik ist nicht jeder mit hunderprozentiger Überzeugung dabei. Der Grund ist einfach, denn den Durchblick im Konkurrenzkampf um die Macht zu behalten, scheint für Jugendliche nicht einfach. Deshalb schwindet auch oft das Interesse.
sebbiAuch für Sie geht es dieses Jahr zum ersten Mal in die Wahlkabine. Sind Sie aufgeregt oder lässt Sie das Ganze eher kalt?
Aufgeregt ist vielleicht das falsche Wort. Ich gehe mit einem komischen Gefühl in die Wahlen, weil es eben das erste Mal ist. Da ich mich nicht für Politik an sich interessiere, versuche ich, das Ganze so gut wie möglich hinter mich zu bringen.

Sie interessieren sich also nicht unbedingt für Politik. Denken Sie, wenn der ganze Prozess etwas transparenter wäre und man für Jugendliche mehr attraktive Möglichkeiten zur Verfügung stellen würde, wäre Ihre Haltung eher positiv?
Wenn man sich schon als Jugendlicher für Politik interessiert, gibt es sicherlich Möglichkeiten und Angebote, die es einem ermöglichen, sich zu informieren und sich deshalb für Sachen einzusetzen, mit denen man sich identifizieren kann. Da ich Politik an sich aber nie wirklich interessant fand, weiß ich leider nur wenig bzw. gar nichts darüber und informiere mich deshalb auch wenig. Ich bin besser über die deutsche Politik informiert als über die belgische Politik, denn als Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft verfolge ich eher das deutsche Fernsehprogramm. Sinnvoll fände ich, in der Sekundarschule einen Politikunterricht anzubieten, um den Schülern die Politik näher zu bringen. Somit kann man die belgische Politik kennenlernen und man wird nicht ins kalte Wasser geworfen, wenn es an der Zeit ist, wählen zu gehen. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, diesen Unterricht zu verfolgen, wäre meine Einstellung zur Politik vielleicht heute anders.

Politiker zu sein, ist nicht so einfach. Man ist ständig in der Kritik und steht in der Öffentlichkeit. Ist es ein Traumjob oder ein Albtraum mit gutem Gehalt?
Kann ich nicht sagen. Jeder interessiert sich für andere Bereiche und besitzt andere Fähigkeiten. Deshalb kann es für jemand der Traumjob sein, aber für den anderen ein Albtraum.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, mit einem Politiker für einen Tag das Leben zu tauschen: Welchen Politiker wählen Sie aus und was würden Sie anders machen wollen als er?
Wenn ich die Möglichkeit hätte, mit einem Politiker für einen Tag zu tauschen, würde ich mit Werner Baumgarten (Sportschöffe der Stadt Eupen, A. d. R.) wechseln, da ich mich für Sport interessiere und gerne einsetze. Als Politiker allgemein würde ich versuchen, die Politik näher an die Jugendlichen zu bringen.

Ruth Butler (18)

Ruth Butler ist 18 Jahre alt und Deutsch-Britin. Butler ist der Überzeugung, dass die Gesellschaft aktiv und bewusst ihr Leben gestalten soll und nicht von übergeordneten Mechanismen geleitet wird. Die 18-Jährige lebt zurzeit in Eupen und genießt einen besonderen politischen Status. Ihr Vater ist Übersetzer und arbeitet als EU-Beamter bei der EU-Kommission in Brüssel. Deshalb muss oder darf sie erst mit 26 Jahren wählen. Natürlich dürfte sie auch früher ihre Stimme abgeben, allerdings müsste sie hierzu den Dschungel der EU-Bürokratie in ihrem Wahlbezirk Brüssel durchqueren.

ruthWenn Sie die Möglichkeit hätten, früher das erste Kreuzchen zu setzen, was macht für Sie eine „gute“ Partei aus? Käme eine ostbelgische Partei in Frage oder würden Sie das Prinzip der „Nicht-Wahl“ vorziehen?
Die Frage, ob ich früher wählen würde: ja und nein. Ich finde, man sollte in das Thema Politik viel Interesse und Zeit stecken, damit man genau weiß, wen man unterstützt. Und ein Blick einzig und allein auf eine Partei reicht nicht aus, man sollte sich die Wahlversprechen im Kontext zu unserer Globalisierung ansehen. Fakt für mich ist: Die Parteien sind undurchsichtig. Große Wahlversprechen, aber keine detaillierte Herangehensweise zur Lösung wird vorgestellt. Die Eupener Ecolo-Partei hat gute Ansätze, gerade in Umweltfragen, aber auch hier fehlt meiner Meinung nach einfach die Präzision. Wichtig ist mir, und bestimmt auch vielen anderen, dass die politische Sprache fürs Volk gemacht wird. Wir bewegen uns ansonsten immer weiter in eine Bürokratie als Marionetten.

Nehmen wir nun an, Sie würden einer Wahl fernbleiben. Sehen Sie diese Abwesenheit als Zeichen von Politikverdrossenheit? Was sagen Sie dazu, dass in Belgien  die Wahlbeteiligung zwischen 80-94 Prozent liegt?
Wenn ich als Person keine Ahnung von Politik habe oder mich einfach nicht dafür interessiere, dann finde ich es besser, man bleibt der Wahl einfach fern. Andererseits: Ob man nun zur Wahl geht und „weiß“ ankreuzt oder zuhause auf den Sofa bleibt, die verlorene Stimme geht an die Mehrheit. Die Menschen müssen vor Augen geführt bekommen, dass sie nicht einfach nur ein Sandkorn in der Sahara sind und sich unwichtig fühlen. Jeder kann etwas zum Besseren bewegen, wenn er sich einfach nur kurz Zeit nimmt. Ist man also unzufrieden mit der jetzigen Politik, dann würde ich nicht der Wahl fern bleiben, sondern mich aktiv mit den Themen befassen und einfach ehrlich wählen. Ich wusste gar nicht, dass die Wahlbeteiligung so hoch liegt. Klar, Sanktionen zu kassieren, ist mies. Darum investieren viele wohl lieber eine halbe Stunde in ein Kreuzchen, anstatt vielleicht 200 Euro weniger auf dem Konto zu haben.

Wenn Sie für einen Tag den Platz eines Politikers einnehmen könnten: Was würden Sie verändern?
Eigentlich will ich mich in niemanden hinein versetzen. Eher interessiert mich, dass ich einer authentischen Person meine Stimme gebe. Einer Mutter mit Kindern zum Beispiel, der bewusst ist, dass nicht immer alles so läuft oder jemanden, der nicht nur die Studienbank gedrückt hat und sofort Politiker wird. Ecken und Kanten sind wichtig. Viel und anderes erlebt zu haben genauso. Wenn ich könnte, würde ich versuchen, alles zu ändern.  Klar, auch ich müsste dann wohl eine Art Partei gründen, aber irgendwie muss man eine Revolution vorantreiben. Eine Gemeinschaft, die meiner Meinung nach ein politikloses Leben gut gelingt, sind die Ubuntus in Afrika. Da funktioniert das Leben ohne Geld, nämlich mit einfachem Geben und Nehmen in Form von Materialien. Auch eine aufgestapelte Hierarchie sucht man dort vergeblich. Zwar gibt es auch dort Regeln, aber eben begründet auf Toleranz. Das fehlt hier bei uns leider oft. Ich bin nicht pessimistisch oder wütend, ich möchte nur, dass die Menschen sich für das Gute einsetzen und Zufriedener mit sich selbst werden.

Für’s Leben gezeichnet

Es surrt, und der Geruch von Desinfektionsmittel beißt in der Nase. Sabine Jacobs hat die weißen Latexhandschuhe übergestreift, die Tätowiermaschine hält sie in der rechten Hand. Ihr nächstes „Opfer“ ist ein 50-jähriger Mann. Sein Name ist René.
Text: Von Annick Meys
Fotos: Mandy Hermanns
1Sabine Jacobs hat mehr Tattoos, als sie zählen kann. Auch Hals, Hände und Gesicht sind bunt. Mit 14 Jahren hat sie sich ihr erstes Tattoo auf den Oberarm stechen lassen, ein kleines Einhorn. Heute ist die Haut nur noch an wenigen Stellen jungfräulich. Ständig kommen neue Motive hinzu. „Ich bin noch lange nicht fertig“, erzählt sie. Die 36-Jährige bereut keine ihrer Tätowierungen, auch die Jugendsünden gehören zu ihr. „Entweder lässt man überdecken, was einem nicht mehr gefällt, oder man lebt einfach damit. Wer so viele Tattoos hat, sieht das irgendwann nicht mehr so eng“, meint sie.
Gerade beugt sich Sabine (in der Szene duzt man sich) über den Unterarm von René. Die beiden kennen sich schon lange. Mit ruhiger Hand überträgt sie durch Blaupausen die Tattoo-Vorlage wie ein Abziehbild auf seine Haut. Es ist das Porträt einer französischen Bulldogge, darunter eine Rose. „Es kann losgehen.“ Die Maschine in Sabines Hand sieht aus wie ein Zahnarztbohrer – und sie hört sich auch so an. Neben ihrem Talent ist sie ihr wichtigstes Werkzeug. Mit vielen Tausend Stichen pro Minute bringen eine oder mehrere Nadeln die Farbe unter die Haut. Sabine muss darauf achten, dass sie weder zu tief noch zu oberflächlich sticht. Optimal ist es, wenn die Farbe in die mittlere Hautschicht gebracht wird.
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Die 36-Jährige aus Weywertz ist gelernte Siebdruckerin. Nach der Ausbildung entschied sie sich anders. Ihre Leidenschaft galt der Tätowierkunst. Auf der Suche nach einem Lehrmeister klapperte sie damals etliche Studios ab. „Erst wollte mich ­keiner“, erinnert sie sich. Dann hatte sie Glück. In einem Studio in Lüttich durfte sie Vorlagen aus­malen und aushilfsweise kleinere Zeichnungen anfertigen. Eine ganze Zeit lang ging das so, dann durfte sie ihr erstes Tattoo stechen. Der Kunde war ein Mann, das Motiv ein kleiner Garfield. Sie erinnert sich noch genau an den Moment: „Ich hatte richtig Schiss. Das Resultat war aber ganz passabel.“ Ein Jahr blieb sie, dann sammelte sie Erfahrungen in anderen Studios, tätowierte Freunde und sich selbst. „Ich habe anfangs schon ein paar Katastrophen gestochen. Ich darf gar nicht dran denken.“ Einmal hat sie ein chinesisches Zeichen falsch herum tätowiert. Der Kunde hat es ihr nicht übel genommen. „Das passiert einem einmal und danach nie wieder“, lacht sie und schüttelt mit dem Kopf.
Mittlerweile hat Sabine Hunderte von Tattoos gestochen – ein solcher Fauxpas könnte sie heute ihren guten Ruf kosten. Vor fast genau zehn Jahren hat sie gegenüber dem Eupener Bahnhof ihr eigenes Tattoostudio eröffnet. Aus Angst, bei den Nachbarn einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, habe sie damals fast täglich den Bürgersteig vor dem Laden gefegt, und die Fenster übergründlich geputzt. „Total bescheuert“, findet sie heute.
Wer einen Termin bei „Talisman Tattoo“ möchte, muss sich gedulden. „Jeder möchte im ­Moment ein Tattoo. Ich bin bis Ende des Jahres ausgebucht“, erzählt sie. Mittlerweile läuft das Geschäft sogar so gut, dass sie es sich erlauben könnte, ihre Kunden selber auszusuchen. „Ich kann machen, worauf ich Bock habe.“ Zwar arbeitet sie auch nach Vorlagen, am liebsten mag sie es aber, wenn Kunden mit einer Idee zu ihr kommen und sie eine Zeichnung nach eigenen Vorstellungen anfertigt. Aktuell seien Eulen in allen möglichen Variationen bei den Kunden besonders beliebt. Rechtsradikale Motive lehnt sie strikt ab.
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Zwei bis drei Sitzungen tätowiert die junge Frau am Tag. Wenn sie abends den Laden schließt, ist für sie aber noch lange nicht Feierabend. Zu Hause bereitet sie Zeichnungen für die darauffolgenden Tage vor. „Es ist wirklich ein 24-Stunden-Job. Alles in meinem Leben dreht sich ums Tätowieren.“ Ständig und überall wird sie auf ihre bunte Haut angesprochen. Neugierige, aber auch abwertende Blicke ist die 36-Jährige gewohnt. „Die einen finden es cool, die anderen fragen mich, wie ich mich nur so verunstalten konnte. Ich finde, tätowierte Menschen sind die schönsten, oder?“
Die Frage verhallt im Raum, das Surren der Maschine übertönt das Gespräch. Gerade zieht Sabine die Außenlinien, danach schattiert sie, und zuletzt malt sie alles aus. Mittlerweile ist die Haut an Renés Unterarm stark gerötet. Trotzdem verzieht er keine Miene, wenn die Tätowiererin mit der Nadel mehrere Male über die Haut fährt. Mit einem feuchten Papiertaschentuch wischt sie Farbe und Blut von seinem Arm. „Es brennt ein bisschen“, gibt der 50-Jährige zu. „Tätowierungen sind eben schmerzhaft, das gehört dazu“, kommentiert Sabine unbeeindruckt. „So, Pause!“ Dann zieht sie ihre Einweghandschuhe aus. Zeit für einen Kaffee und für René eine Zigarette.
Im November beginnt für die junge Tätowiererin ein neuer Lebensabschnitt: Zehn Jahre nach Eröffnung schließt sie ihren Laden, um in dem Aachener Studio „The Sinner and the Saint“ neu durchzustarten. „Ich möchte wieder ein bisschen freier sein, unterwegs sein, mich von anderen Tätowierern inspirieren lassen. Das wird meiner Kreativität gut tun“, meint sie.
DSC_0378Renés Tattoo-Hund ist mittlerweile fertig. Knapp drei Stunden hat die Prozedur gedauert. Sabine deckt das frisch gestochene Werk mit Frischhaltefolie ab. „Damit nichts in die Wunde kommt“, erklärt sie. Etwa zwei Wochen wird es dauern, bis das bunte Motiv geheilt ist. Dass René mit dem Resultat mehr als zufrieden sein würde, war ihm schon vorher klar. Sabine reinigt ihren Arbeitsplatz, dann macht sie das Licht aus. René war heute ihr letzter Kunde. Und ein weiterer, der nun ein wenig bunter ist. DSC_0395

Partysuche leicht gemacht

Am Wochenende lautet für viele Jugendliche die alles entscheidende Frage: Wo kann ich feiern gehen und auf welcher Party geht die Post ab? Mit ihrer App „Playztoobee“ wollen drei Studenten aus Eupen eine Entscheidungshilfe liefern.

Von Cynthia Lemaire

„Es ist mir bereits ein paar Mal passiert, dass ich nicht auf eine Party gegangen bin, weil ich dachte, da sei eh nichts los. Am nächsten Morgen sah ich dann die Fotos meiner feiernden Bekannten auf Facebook und habe mich geärgert, dass ich nicht dabei war“, erklärt Moritz Kreis (21). Um in Zukunft kein Partyhighlight mehr zu verpassen, ließen er und seine Freunde Donovan Niessen (21) und Grégory Kriescher (20) sich etwas einfallen. „Playztoobee“ heißt die von den drei Eupenern entwickelte App, die ihren Usern zeigt, wo wann was los ist.

Donovan Niessen, Grégory Kriescher und Moritz Kreis (v.l.n.r.) haben die App entwickelt.

Seit Ende Februar steht die kostenlose App zum Download für alle Android und iOS-Geräte bereit und langsam aber sicher verbreitet sie sich im Freundeskreis der drei Studenten und darüber hinaus. Sie zeigt dem Nutzer, welche Events in seiner Umgebung stattfinden. „Playztoobee“ konzentriert sich hauptsächlich auf die DG, zeigt aber auch Partys und Studentenfeten in Aachen, Köln und Lüttich an. „Sie hat eine Kartenfunktion, eine Kalenderfunktion und eine Funktion zum Teilen“, fasst Moritz Kreis zusammen. Im Kalender werden die verschiedenen Veranstaltungen übersichtlich aufgelistet, klickt man auf das Event, erscheinen die wichtigsten Infos (Ort, Zeit, Eintrittspreis, etc.) und eine Kurzbeschreibung. „Zurzeit speisen wir hauptsächlich den Terminkalender, aber jeder, der die App nutzt, kann und soll Events hinzufügen, damit die Spannbreite immer weiter wird“, sagt Donovan Niessen. Praktisch ist auch die Maps-Funktion, bei der der aktuelle Standort des Users erfasst wird und dieser sofort auf seinem Smartphone sieht, ob in seiner näheren Umgebung etwas los ist.
Event-Apps sind nicht neu, doch das Eupener Trio will sich mit „Playztoobee“ von vergleichbaren Formaten klar absetzen.

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Screenshot (3)Screenshot (4)Screenshots der App

„Wir sehen den Vorteil unserer App vor allem darin, dass man gezielt Namen von Freunden und Bekannten eingeben kann, und sieht, welche Events sie gerade besuchen“, erklärt Grégory Kriescher. Und hier kommt die Share-Funktion ins Spiel, die künftig die Hauptrolle bei „Playztoobee“ spielen soll: Wer auf einer Party ist, soll Fotos von der Location und den Gästen auf der Pinnwand der App posten, damit andere Nutzer sehen, ob das Event sie auch anspricht. Die App soll quasi zur Entscheidungshilfe werden, bei der Frage: Wo gehe ich hin? Dies ist vor allem praktisch, wenn zwei Partys gleichzeitig stattfinden. „Man ist gerade in der Pigalle und auf Camelot und bei Bosten steigt jeweils eine Fete. Wenn diejenigen, die vor Ort sind, Stimmungsbilder posten und Infos beispielsweise zu Musikrichtung und Getränkepreisen liefern, sieht der Playztoobee-User, was ihm eher zusagt“, nennt Moritz Kreis ein konkretes Beispiel. Die Zeiten, in denen man sich für die „falsche“ Fete entschieden hat, sollen somit vorbei sein. Damit dieses Prinzip funktioniert, sind die Macher auf zahlreiche Nutzer angewiesen: Je mehr mitmachen, desto mehr Partyinfos stehen zur Verfügung. ­Allerdings kontrollieren die drei Eupener auch, dass die Pinnwand nicht mit Posts „zugemüllt“ wird, die dort nichts zu suchen haben. Die Veranstaltungen stehen im Vordergrund.
Das Abrufen oder Hochladen der App-Infos soll nicht an einer schlechten Internetverbindung scheitern, also haben die drei Studenten das Layout schlicht in Schwarz-Weiß und die Datenmengen  relativ gering gehalten. Zunächst wollen Moritz, Donovan und Grégory ihre App so weit wie möglich unter ostbelgischen Jugendlichen und Studenten verbreiten. Spätere Zusatzfunktionen sind nicht ausgeschlossen. „Man könnte beispielsweise gewisse Veranstaltungen mit Busfahrplänen oder Telefonnummern von Taxiunternehmen verknüpfen, damit der Nutzer den Hin- und Rückweg planen kann“, hat Donovan Niessen schon konkrete Ideen für die Weiterentwicklung. Egal wie Playztoobee sich auch in Zukunft präsentieren wird, eins wissen die Entwickler mit Sicherheit: Für die Nutzer bleibt sie kostenlos.

Mehr Infos: www.playztoobee.com

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Unsere Mode-Expertin im WDR-Fernsehen

Kürzlich wurde GEneration-Modeexpertin Jil Rosewick im WDR-Fernsehen gezeigt. In der Sendung „Lokalzeit Aachen“ stand Jil vor der Kamera und erzählte aus ihrem Leben als aktive und erfolgreiche Bloggerin.

HIER entlang geht es zum Beitrag. Jillepillle

Dieses Video zeigt, wie die Bushof-Party war!

Die Bushofparty, die seit einigen Jahren viele Leute nach dem Rosenmontagszug sehr glücklich gemacht hat, stand vor allem im letzten Jahr im Fokus der Medien.

Doch nach einem Jahr mit vielen Turbulenzen, Auseinandersetzungen in der Presse, Versammlungen, Foren-Kriegen u.v.m. wurde die Party in diesem Jahr – und das zurecht – „neuaufgelegt“. Die Arbeitsgemeinschaft Karneval (AGK) zog sich als Veranstalter zurück und legte die Verantwortungen einzelner Personen (von Karnevalsvereinen) und dem Jugendkoordinator der Stadt, Tom Rosenstein. Und siehe da: Die Party wurde ein voller Erfolg. Kein Ärger, keine Verbote. Stattdessen feierten Jung und Alt gemeinsam eine dreistündige Mega-Party. Dieses Video zeigt eindrucksvoll, was für eine Stimmung am Rosenmontag in Eupen herrschte.

Wohin am Silvester-Abend?

1477957_10153499980100447_101423955_nZur Silvester-Party im Camping Hertogenwald

Viele von euch werden am Silvester-Abend wahrscheinlich in gemütlicher Runde bei einem leckeren Essen und etwas Wein in das neue Jahr feiern. Wen es anschließend in den Beinen juckt und wer Bock hat auf eine richtig gute Party, ist im Camping Hertogenwald in der Eupener Oestraße goldrichtig. Ein DJ legt die dance-tauglichsten Tracks auf und die Stimmung steigt aller Voraussicht nacht bis in den frühen Morgen ins Unermessliche.

Ein Taxidienst (von 2.30 Uhr bis 6 Uhr) sorgt außerdem dafür, dass ihr sicher nach Hause kommt.

Viel Spaß jedenfalls beim feiern, wo und wie auch immer!