„Kulturzentrum frei“ für Ostbelgiens junge Künstler

Junge Talente aufgepasst! Am 22. April findet im Alten Schlachthof erstmals das „Synergie Kunst Festival“ statt, bei dem sich alles – natürlich – um das Zusammenspiel dreht. An diesem Tag dürfen sich junge Talente jeden Genres in den Hallen und Räumen des Schlachthofes entfalten. Bis Freitag läuft die Bewerbungsfrist.

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„Wir sind sehr offen für alle Arten von Kunst – sei es Malerei, Video, Mode, Grafik, Tanz, Theater, Performance, Schriftstellerei, Fotografie oder etwas komplett anderes. Uns interessieren vor allem die jungen Talente zwischen 16 und 25 Jahren“, erklärt Christine Peterges, Projektleiterin bei Chudoscnik Sunergia. Andere Voraussetzungen müssten die Bewerber ihr zufolge auch nicht erfüllen: „Es sollen sich die Leute melden, die Lust auf eine Möglichkeit haben, ihre Werke in einem öffentlichen Raum und interessiertem Kunstpublikum zeigen zu können.“

„Es soll kein einmaliges Festival bleiben“, hofft Peterges. „Wir haben hier im Alten Schlachthof großartige Möglichkeiten, um jedes Werk zu zeigen.“ Vorbild für das Festival sind die sogenannten Happenings, die Chudoscnik Sunergia bis vor zehn Jahren noch regelmäßig in Eupen veranstaltete. „Wir wollen diese Happenings zwar nicht zurückholen, aber daran anknüpfen“, so die Projektleiterin, „und die verschiedenen Formen der Kunst miteinander vereinen.“ Ein Programm wird es an dem 22. April auch geben, damit Performance, Tanz oder Musik sich genügend entfalten können. „Videos beispielsweise können wir im Loop laufen lassen“, meint Peterges.

Auch acht weitere, bereits etablierte Künstler – das Alter: 30 Plus – aus Belgien und Deutschland werden Projekte zum Thema „Synergie“ ausstellen. „Sie haben speziell für das Festival an verschiedenen Kollaborationen gearbeitet. Die Projekte sind keineswegs fertig oder ausgereift“, möchte Peterges die Bewerber ermutigen. Sie betont, dass die Erfahrenen und die Neulinge keineswegs gegenüber, sondern nebeneinander vor das Publikum gestellt werden.

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Der Eupener Maler Mark Kirschvink macht zum Beispiel mit dem Kadrasonic Quartett (Piano, Saxophon, Drums und Kontrabass) gemeinsame Sache: „Wir arbeiten bereits seit letztem Jahr zusammen. Damals kam Christian Klinkenberg [Pianist und Komponist, Anm. d. R.] mit der Idee auf mich zu.“ Dass eine Synergie zwischen zwei so unterschiedlichen Kunstformen nicht von heute auf morgen entstehen kann, haben die Herren am eigenen Leib erfahren. Dennoch, sie sind an der Herausforderung gewachsen: „Anfangs habe ich versucht, grafische Elemente für die einzelnen Musiker festzulegen, aber das hat meine Arbeit in eine Art Korsett gezwängt. Das habe ich dann aufgegeben und male jetzt einfach, wie es mir gefällt. Das Quartett findet trotzdem immer einen Weg, mein Bild zu interpretieren“, erzählt Kirschvink.

Für junge Künstler hat der Maler eine Tipp-Reihenfolge parat: „Sein Talent erkennen, an sich glauben, authentisch sein, seinen eigenen Stil erarbeiten – und diesem treu bleiben, auch wenn es mal nicht so gut läuft.“ Auf dem Festival präsentieren Kirschvink und das Kadrasonic Quartett erstmals ihr PARTITUR-Projekt.

Weitere geladene Künstler sind Schneider TM (Elektro- und experimentelle Musik), die Berlinerin Tomoko Nakasato (Tanz), Takehito Koganezawa (Malerei, Zeichnung), die und Wahl-Eupenerin Tanja Mosblech (Malerei), die Cellistin Claire Goldfarb sowie die Musikerin Sonja Mischor.

Wenn du dich bewerben willst, sende deine Arbeit – als angehängte Datei oder Link – sowie eine kurze Beschreibung und ein Foto von dir bis zum 12. Februar (Freitag) per Mail an Christine Peterges: christine.peterges@sunergia.be.

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