Endlich mit den Pumps in die Uni

Die junge Kommunikationsstudentin Ann Piraprez aus Raeren hat vor rund einem Jahr ihren gleichnamigen Blog gestartet, um sich damit ihre persönliche Eintrittskarte in die Modebranche zu erarbeiten.

Von Rachel Dodémont

Neben ihrem Studium der Kommunikations- und Informationswissenschaften führt Ann einen persönlichen Blog im Internet mit dem Hauptthema “Mode”. Noch ein Modeblog könnten viele sich jetzt denken, und ja, auch Ann gibt zu, dass der Hype, der in den letzten Jahren um das Thema “Blogging” entstanden ist, größer ist denn je. Aber genau diesen Umstand versucht sie, als Chance zu nutzen. Bei einem Treffen mit unserer Generation-Mitarbeiterin Rachel Dodémont erklärt sie, welche positiven aber auch welche negativen Erfahrungen sie bisher in der Bloggerwelt gemacht hat und wie sie – nach ihren ersten Eindrücken – zum Thema „Mode als Beruf” steht.

995505_206595166187221_511258989_nAls die 19-Jährige zum Treffen erscheint, ist sie kaum zu verfehlen, mit ihrer bunt gemusterten Hose sticht sie aus der Menge hervor und ist als Fashionbloggerin schnell enttarnt. Auf das auffällige Outfit angesprochen, erklärt sie jedoch, dass es ihr nicht in erster Linie darum geht, exzentrisch zu wirken. Ihr Stil soll vor allem interessant und gleichzeitig nicht zu abgehoben wirken: „Ich versuche, das einfache Mädchen von der Straße zu inspirieren. Eine auffällige Hose kann zu einem schlichten Top super alltagstauglich sein und auf der anderen Seite kann ein langweiliges Top durch eine auffällige Hose aufgepeppt werden.”

Als Ann im Mai 2012 ihren Blog startet, macht sie gerade ihr Abitur an der Pater-Damian-Schule in Eupen. Mittlerweile wohnt sie zwecks Studium in Lüttich und es war vor allem der Wechsel von der Klein- in die Großstadt, der sie den Mut fassen ließ, ihren eigenen Blog ins Leben zu rufen: “Natürlich konnte ich nicht in Pumps zur Schule gehen, gerade in so einer kleinen Stadt wie Eupen fällt man da schnell auf. An der Uni ist das viel einfacher”, erklärt sie. Ihre Leidenschaft für die Mode hat schon im frühen Alter begonnen, anfangs waren es Modezeitschriften, später kamen die Blogs anderer Fashionistas zu ihren Inspirationsquellen hinzu. Als dann auch noch der Umzug in eine größere Stadt vor der Türe stand, wollte sie den Schritt wagen und herausfinden, wie Leser auf ihr Verständnis für Mode reagieren. “Am Anfang hat man natürlich Hemmungen, den Blog zu veröffentlichen, aber die anfänglichen Bedenken waren schnell weg, da ich bisher so gut wie nur positives Feedback bekommen habe.”

1376571_206595256187212_1952025184_nNach anfänglichem Herumexperimentieren stellte sich schnell heraus, welche Themen besser bei den Lesern ankommen und welche schlechter. Somit konnte Ann den Inhalt ihres Blogs anpassen. “Ich schreibe meine Einträge mittlerweile auf Französisch und Englisch, da ich dadurch die Leser besser erreichen kann. Außerdem habe ich neben Mode-Themen auch andere Rubriken in mein Repertoire aufgenommen, etwa Beauty-Tipps, Eindrücke von meinen Reisen und Vorstellungen von Marken aus der Umgebung.” Anns Blog soll vor allem interessant bleiben und deshalb ist ihr eine Themenvielfalt extrem wichtig.

Piraprez

Trotzdem bleibt natürlich die Mode ihre Leidenschaft, die sie auch in ihrer Freizeit ausleben kann. Ann arbeitet beim bekannten belgischen Label Essentiel. “Bei meinem Studentenjob habe ich bereits viel lernen können. So bin ich jetzt viel mutiger im Kombinieren von Mustern und Farben. Außerdem finde ich es sehr interessant, unsere Kunden zu beraten. Passt ein Kleidungsstück nicht ideal zu der Person, bin ich ehrlich und suche gerne nach Alternativen.”

1375939_206595296187208_1108685247_nDurch eine Teilnahme an der Misswahl “Miss Jeunesse Dorée” in diesem Jahr hat Ann wichtige Erfahrungen machen können. So hat sie gesehen, dass die Mode- und Misswelt nicht nur die heile Welt darstellt. Ihre Erkenntnis: “Von vielen Versprechungen werden nur wenige eingehalten.” Ihren Traum von einem Job in genau dieser Branche will sie trotzdem weiter verfolgen. Deswegen hat Anna auch für die Zukunft schon einige Pläne. Eine Liège Fashion Night steht ganz oben auf ihrer Wunschliste. Ein erster Kontakt wurde schon geknüpft, denn Ann weiß, dass die Tatsache, Personen zu kennen, in der Modebranche von essentieller Bedeutung ist. So hat die Misswahl der 19-Jährigen auch schon einige Türen geöffnet. “Trotzdem darf man eines nie vergessen. Man muss in jedem Job erst einmal unten anfangen, um schließlich Fuß zu fassen. Und nur wenn man auf dem Boden der Tatsachen bleibt, kann man auch etwas erreichen. Das versuche ich mir immer vor Augen zu halten.”

Info: www.annpiraprez.com

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Mittwoch beginnen wieder Kurse für Skate-Anfänger in Raeren

P1020989Lucas Mommer und Niels Tintel leiten die Anfängerkurse für Skater, die das Jugendheim Raeren mit seinem nahe gelegenen Skatepark anbieten.

Oft wird die Frage gestellt: Mit welchen Tricks sollte ich als Anfänger beginnen? Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Dennoch sollen bei den Kursen einige Tricks erklärt werden, die sich am Beginn einer Skate-Bikekarriere einfach erlernen lassen. Wenn man sich umhört, wird oft empfohlen, mit dem Bunny Hop zu beginnen. Manual und 180 (one-eighty) werden ebenfalls oft genannt.

„Theoretisch kannst du alles machen – du musst nur üben. Echte Regeln oder den Trick für Anfänger gibt es eigentlich nicht. Es gibt zum Beispiel einige, die sehr lange brauchen einen Manual hinzubekommen – andere schaffen es in kurzer Zeit. Unsere Empfehlung ist es, nicht nur stupide einen Trick zu üben. Das wird zum einen schnell langweilig und zum anderen belastest du immer wieder die gleichen Körperteile und ermüdest schneller. Zum Anfang einfach zwei bis drei Tricks ausprobieren. Das Wichtigste ist aber – nicht gleich aufgeben“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Raerener Jugendheims.

Hier die Termine der Kurse: 17. Juli (Mittwoch), 24. Juli (Mittwoch), 3. August (Samstag), 10. August (Samstag) und 17. August (Samstag), jeweils von 14.30 bis 16 Uhr ; Kosten: 4 Euro pro Person pro Kurs.

Anmeldungen bei tom.rosenstein@rdj.be. Weitere

Infos: www.jugendheim-raeren.com und Rufnummer 0486/035504