Wie ihr besser lernt

Keiner hat Bock auf Prüfungen, doch leider sind sie unvermeidlich. Damit die Prüfungszeit für euch so angenehm wie möglich verläuft, haben wir fünf Tipps zum richtigen Lernen zusammengestellt.

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Von Mike Notermans und Mario Vondegracht
Sucht euch die richtige Umgebung!
Entscheidend für gutes Lernen ist euer Umfeld. Im besten Falle ist ein ruhiges Zimmer der ideale Lernort. Ausreichend Platz sollte auch da sein, nicht für eure Gedanken, sondern auch für euer Schulmaterial. Ein Radio oder ein Fernseher sind da nur Störfaktoren (auch wenn manche bei Musik scheinbar gut lernen können). In jedem Falle muss eine für euch angenehme Atmosphäre herrschen. Verkriecht euch keinesfalls in ein fensterloses Kämmerchen. Macht es euch gemütlich – mit eurer Lieblingsdecke, eurem Lieblingsgetränk und eurer Lieblingssitzposition.
Macht euch ­einen Zeitplan!
Jeder kennt das Gefühl, wenn man beim Lernen nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist. Häufige Fragen, die sich einem stellen, sind: „Wie viel Stoff habe ich eigentlich noch vor mir?“ und „Ob ich das noch alles bis morgen früh schaffe?“ Um solche Angstzustände zu vermeiden, hilft es, einen Lernplan aufzustellen. Und das im Idealfall schon zwei Wochen vor den Prüfungen. Darin hält man dann folgendes fest:
– Wann sind die einzelnen Prüfungen?
– Wann ordne ich meinen Unterricht?
– Wann ist die Wiederholungswoche und welche Unterrichte muss ich dazu wann durchlesen und Fragen vorbereiten?
– Wann kommen die richtig schweren Tests und wie viel Zeit brauche ich dafür zum lernen? Kleiner Tipp: Hebe dir die schwierigen Sachen nicht immer bis zum Ende auf.
– Wann nehme ich mir einfach die Freizeit, mich abzulenken und den Kopf frei zu bekommen? (Im Idealfall beim Sport)
– Wann gönne ich mir eine Belohnung für meine Mühen?
Ihr seht: Es stellen sich viele Fragen, die geordnet werden müssen. Der Zeit- und Lernplan ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Er wird ständig angepasst, praktisch täglich. Neben der guten Organisation hat der Plan eine positive Nebenwirkung: Er beruhigt und steigert die Lernmotivation – weil man schwarz auf weiß sieht, was man schon erreicht hat.
Nutzt die Wiederholungswoche!
Um das Angebot der Lehrer nutzen zu können, sollte man seinen Unterricht schon vor der Wiederholungswoche in Ordnung gebracht haben. Während der einzelnen Stunden, die praktisch als kostenlose Nachhilfestunde genutzt werden können, braucht ihr keine Angst davor zu haben, eine „blöde“ Frage zu stellen. Zudem ist es wichtig, die Wiederholungsübungen selbstständig und gewissenhaft zu lösen und nicht einfach von den „Strebern“ abzuschreiben. Viele der Übungen wiederholen sich in der späteren Prüfung. Außerdem werden durch das Lösen der Übungen eventuelle Schwachstellen, gleichzeitig aber auch Stärken, aufgedeckt.
Kleiner Tipp: Das Nummerieren der einzelnen Blätter erleichtert die Ordnung. So vermeidet ihr, dass unnötige Zeit verloren geht. Auch Zusammenfassungen können helfen. So wird aus einem Blätterberg ein übersichtliches Lernpaket.
Betreibt gesundes Doping!
Ungesunde Ernährung wirkt sich negativ auf die Konzentration aus. Sobald diese einmal weg ist, verschwindet auch die Motivation und das Lernen wird zur Qual. Doch keine Panik: Mit dem richtigen Nervenfutter lässt sich die Aufmerksamkeit langfristig hochhalten.
Viel trinken: Zwei bis drei Liter Wasser am Tag sorgen dafür, dass ein guter Informationsfluss zwischen Zellen und Synapsen vorhanden ist. Außerdem wird durch die Aufnahme von Flüssigkeit die Sauerstoffversorgung des Gehirns gewährleistet.
Vitamine: Apfel, Gurke oder Paprika lassen sich schnell schneiden, sind voll mit Vitaminen und eignen sich deshalb hervorragend als Snack für Zwischendurch. Obst versorgt das Gehirn zudem mit wichtigem Zucker. Denn das Gehirn ist das Organ im Körper, das am meisten Energie benötigt.
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Aminosäuren: Die kleinen Helferchen verstecken sich in vielen Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen. Auch Fleisch und Fisch in den richtigen Mengen versorgen den Körper mit der nötigen Menge an Eiweiß.
Süßigkeiten: Das Lernen kann auch langweilig werden. Schnell wird aus Langeweile in die Haribo-Tüte gegriffen. Doch aufgepasst: Zu viel Zucker auf einmal lähmt das Gehirn regelrecht.

Bewahrt die Ruhe während der Prüfung!
Am Abend vor der Prüfung sitzt der Stoff. Auch kurz vor der Prüfung ist alles noch im Kopf. Und dann: Blackout – der Albtraum aller Schüler. Folge Tipps helfen euch dabei, Ruhe zu bewahren:
Genaues Lesen: Bevor die Frage verzweifelt als „unmöglich“ bezeichnet wird, kann es genügen, sie mehrmals zu lesen. So können keine Einzelheiten oder wichtige Details übersehen werden. Beginne anschließend mit den Fragen, die du auf Anhieb lösen kannst. So gehst du mit einem Erfolgserlebnis in die Prüfung.
Fragen stellen: Kein Angst vor Fragen. Eine kurze Erklärung des Lehrers kann aus einer scheinbar unmöglichen Frage ein Kinderspiel machen.
Schöne Gedanken: Der Gedanke an etwas Schönes lenkt für einen kurzen Moment von der Prüfung ab. Danach fällt dir vielleicht alles wieder ein.
Pausen: Auch wenn die angesetzte Prüfungszeit oft knapp bemessen ist. Mache zwischen den Fragen immer eine kurze Pause und greif beispielsweise zur Wasserflasche. So lässt sich die Konzentration leichter hochhalten.
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„Besucht den Berufsinformationstag!“

Interview mit KAE-Absolvent David Mattar
Heute Abend findet der ­bekannte Info-Abend des ­Königlichen Athenäums Eupen statt, der jahrein jahraus hunderte Schüler anzieht, die sich über die verschiedensten ­Berufe ­informieren wollen. Hierzu haben wir uns mit David Mattar unterhalten. Der Webgrafiker hat positive Erfahrungen mit dem Abend gemacht.

GEneration: Hallo Herr Mattar, wo haben Sie studiert?
„An der Haute École Rennequin Sualem in Serain, auch Inpres genannt. Dort habe ich meinen ­Bachelor in „Techniques Infographiques“ (Mediengestaltung) gemacht.“

GEneration: Seit wann machen Sie am Berufsinformationstag des KAE mit und warum stehen Sie einen Abend lang Rede und Antwort?
„Ich habe bereits am ersten Berufsinformationstag teilgenommen und bin bisher immer dabei gewesen. Ich denke, es ist sehr wichtig, den angehenden Studenten einen Eindruck von dem jeweiligen Studium und dem späteren Berufsalltag zu vermitteln und welche Vorraussetzungen man dafür mitbringen sollte.“

GEneration: Also Ihrer Meinung nach lohnt sich ein Besuch?
„Auf jeden Fall. Ich wäre zu meiner Schulzeit froh über solch eine Möglichkeit gewesen. Die Chance, so viele Berufe und Studienmöglichkeiten an einem Abend entdecken zu können, bietet sich einem ja eher selten.“

GEneration: Was würden Sie jungen Leuten raten, die noch nicht wissen, was sie später einmal werden sollen?
„Den Abend besuchen und so viele Informationen und Eindrücke sammeln wie möglich. Man sollte aber vor allem Spaß an dem haben, was man später womöglich sein Leben lang tun wird und sich nicht von Defiziten, die man in dem einen oder anderen Bereich hat, abschrecken lassen.“

David Mattar ist 29 Jahre alt und Webgrafiker bei der Eupener Firma Demetec. Dadurch, dass das Internet immer mobiler wird und die Informationen über immer mehr Geräte – mit unterschiedlchen Displaygrößen – abgerufen werden können, arbeitet David derzeit mit seinen Kollegen an Lösungen, um die Surferfahrung für alle Endgeräte so gut wie möglich zu gestalten.

Was: Berufsinformationsabend des KAE
Wo: Lascheterweg 20 in Eupen
Wann: Heute von 19-21.30 Uhr
Wer soll kommen: Eingeladen sind alle Schüler ab dem 3. Jahr der Sekundarschulen aller ostbelgischen Schulen und der Randgemeinden.

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